Menschenrechte

Alle Meldungen

  • IHD: Die Corona-Bilanz ist gravierend 

    Das Büro des IHD in Amed warnt, dass die Bilanz der Corona-Erkrankten und Verstorbenen wesentlich drastischer ist als öffentlich angegeben. Der Menschenrechtsverein sieht dringenden Handlungsbedarf.
  • Nürnberger Ausländeramt will Kurdin in den Iran abschieben 

    Eine 60-jährige Kurdin, die seit 25 Jahren in Deutschland lebt, soll nach dem Willen des Ausländeramtes in Nürnberg in den Iran abgeschoben werden – inmitten der Corona-Pandemie, die den Iran besonders hart trifft. Die Familie hat eine Petition gestartet.
  • Samstagsmütter: Wo ist der Leichnam von Nurettin Yedigöl? 

    Nurettin Yedigöl war 26 Jahre alt, als er nach seiner Festnahme im April 1981 in Istanbul „verschwand“. Zeugen sagten aus, dass er bei der politischen Polizei zu Tode gefoltert wurde. Sein Leichnam ist nie aufgetaucht.
  • Strafanzeige wegen Folter nach Corona-Aufstand 

    Anwälte und Menschenrechtler haben gegen das Personal im Gefängnis von Diyarbakir Strafanzeige eingereicht. Hunderte Gefangene, die nach dem Corona-Aufstand in Êlih dorthin verlegt worden waren, sollen gefoltert worden sein.
  • „Alan Kurdi” gehen Lebensmittel und Medikamente aus 

    Das Rettungsschiff „Alan Kurdi” im Mittelmeer hat seit Montag 150 Migranten an Bord. Die Situation spitzt sich immer weiter zu, es fehlen Nahrungsmittel und Treibstoff. Keine Regierung fühlt sich zuständig.
  • Aktionstag der Seebrücke für Aufnahme von Flüchtlingen 

    Tausende Menschen in dutzenden Städten beteiligten sich am Sonntag am Aktionstag für die Evakuierung der griechischen Lager. Die Kampagne unter dem Motto „Wir hinterlassen Spuren – Leave No One Behind“ wurde von zahlreichen Organisationen initiiert.
  • Prozess um Tod von Tahir Elçi im Oktober 

    Der 10. Schwurgerichtshof Diyarbakir hat die Anklageschrift gegen drei Tatverdächtige im Fall des getöteten Menschenrechtsanwalts Tahir Elçi angenommen. Der Prozess beginnt am 21. Oktober.
  • Pro Asyl klagt gegen Aussetzung des Asylrechts 

    Mit einem Marineschiff wurden im März in Griechenland 450 Schutzsuchende in ein Abschiebelager abtransportiert. Pro Asyl klagt nun mit 20 Betroffenen gegen die Aussetzung des Asylrechts. Der Fall zweier syrischer Minderjähriger ist beim EGMR anhängig.
  • „Alan Kurdi“ kehrt in Einsatz zurück 

    Die Organisation Sea-Eye kehrt nach acht Wochen Pause mit dem Rettungsschiff „Alan Kurdi” in den Einsatz zurück – als einziges in der libyschen Such- und Rettungszone. Wegen der Corona-Krise rechnet man im Fall einer Rettung jedoch mit Schwierigkeiten.
  • Samstagsmütter fragen nach „Verschwundenen“ aus Izmir 

    Auch in Zeiten von Corona demonstrieren die Samstagsmütter gegen die staatliche Praxis, Menschen in Gewahrsam zu ermorden und die Leichen verschwinden zu lassen – wenn auch virusbedingt nicht auf der Straße.
  • Mordfall Tahir Elçi: Staatsanwaltschaft legt Anklageschrift vor 

    Vor rund viereinhalb Jahren wurde der kurdische Menschenrechtsanwalt Tahir Elçi in Amed auf offener Straße von einem Polizisten erschossen. Erst jetzt legt die Staatsanwaltschaft eine Anklageschrift vor. Und fordert ein Strafmaß von maximal sechs Jahren.
  • Menschenrechtsorganisationen fordern Freilassung von Gefangenen 

    Menschenrechtsorganisationen in der Türkei fordern angesichts der Corona-Pandemie sofortige Schutzmaßnahmen für Gefangene. Die türkischen Haftanstalten sind mit 300.000 Insassen extrem überbelegt.
  • Politische Gefangene in Giresun im Hungerstreik 

    Im Hochsicherheitsgefängnis der Schwarzmeerprovinz Giresun befinden sich drei kranke politische Gefangene im Hungerstreik. Mit der Aktion protestieren sie gegen die Beschlagnahmung ihrer Arzneimittel und die Aussetzung des Hofgangs.
  • Ulla Jelpke: Keine Pause für Humanität und Grundrechte! 

    Deutschland setzt wegen Corona-Krise die humanitäre Aufnahme von Flüchtlingen aus. Die Linkspolitikerin Ulla Jelpke fordert: „Anstatt die Corona-Krise für die Abschottung der Festung Europa zu nutzen, müssen die Lager in Griechenland aufgelöst werden."
  • Krebskranker Journalist aus dem Gefängnis entlassen 

    Der an Morbus Crohn und Darmkrebs erkrankte kurdische Journalist Devrim Ayik wird aus dem Gefängnis entlassen. Der Haftbefehl wurde auf Antrag der Verteidigung aufgehoben, da Ayik zur Risikogruppe im Falle einer Coronavirus-Infektion zählt.
  • Griechische Inselpolizisten: Unmenschliche Lage für Geflüchtete 

    Die griechische Gewerkschaft der Polizei protestiert gegen die unmenschliche Lage für Schutzsuchende auf den griechischen Grenzinseln. Erstmals wird dadurch der zahlenmäßige Umfang der menschenrechtswidrigen Behandlung öffentlich.
  • Gefangene in Manisa gefoltert 

    Gefangene im T-Typ-Gefängnis Manisa in der Türkei sind gefoltert worden, weil sie sich einem militärischen Zählappell verweigert haben.
  • Samstagsmütter erinnern an ermordete Menschenrechtler 

    Auf ihrer heutigen Kundgebung gegen das „Verschwindenlassen“ in Gewahrsam hat die Initiative der Samstagsmütter das Schicksal des Anwalts Metin Can und des Arztes Hasan Kaya thematisiert. Beide wurden vor 27 Jahren von der Konterguerilla ermordet.
  • Hungerstreikender Gefangener für Zwangsernährung verschleppt 

    Seit Juli fordert der politische Gefangene Mustafa Koçak mit einem Hungerstreik die Wiederaufnahme seines Verfahrens. Nun wurde er aus seiner Zelle in einem Gefängnis in Izmir auf die Krankenstation verschleppt, wo er zwangsernährt wird.
  • 25 Jahre danach: Gedenken an Opfer von Gazi-Massaker 

    In Istanbul ist der Opfer des Massakers von Gazi gedacht worden. Das Massaker fand vom 12. bis zum 15. März 1995 statt und endete als Pogrom gegen die alevitische Bevölkerung. Mindestens 22 Menschen wurden von Ultranationalisten und Polizisten ermordet.
  • Menschenrechtsanwalt Bilici zu sechs Jahren Haft verurteilt 

    Raci Bilici ist in Amed wegen Mitgliedschaft in einer Terrororganisation zu über sechs Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden. Der Rechtsanwalt ist Vorstandsmitglied des Menschenrechtsvereins IHD.
  • Gedenkhain für Anschlagsopfer in Ankara 

    Vor dem Bahnhofsvorplatz in Ankara wird ein Gedenkhain für die 103 Opfer des IS-Anschlags im Oktober 2015 entstehen. Das Projekt wird ein Künstlerkollektiv umsetzen, das einen vom Hinterbliebenenverein ausgerichteten Kreativwettbewerb gewonnen hat.
  • Samstagsmütter erinnern an vermisste Frauen 

    Die Samstagsmütter haben in Istanbul an das Schicksal von 19 Frauen erinnert, die zwischen 1991 und 1998 in der Türkei in Polizeigewahrsam „verschwunden” sind.
  • Behörden verweigern Beisetzung von Guerillakämpferin 

    Fast sechs Monate nach ihrem Tod ist der Leichnam der in Licê gefallenen Guerillakämpferin Kubar Hacizade ihren Angehörigen ausgehändigt worden. Nun verweigern Behörden ihre Beisetzung.
  • AI kritisiert Umgang mit Flüchtlingshelfern in Europa 

    Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International beklagt die zunehmende strafrechtliche Verfolgung von Helfern von Flüchtlingen und Asylsuchenden in Europa und fordert Gesetzesänderungen zur Erleichterung der unerlaubten Ein- und Durchreise.