Menschenrechte

Alle Meldungen

  • IHD: 61 schwerkranke Frauen in türkischen Gefängnissen 

    Nach Angaben des IHD befinden sich mindestens 61 schwer kranke Frauen in türkischen Gefängnissen. Ihr Gesundheitszustand ist so schlecht, dass sie sofort freigelassen werden müssten.
  • Gedenken an Perihan Pulat in Ankara 

    In Ankara ist an die Friedensaktivistin Perihan Pulat erinnert worden, die Anfang der Woche an Lungenversagen starb. Trauernde legten rote Nelken an dem Platz ab, an dem die 78-Jährige am 1. Mai 2018 von der Polizei misshandelt worden war.
  • Hundert Tage Hungerstreik gegen Isolation 

    Seit hundert Tagen sind politische Gefangene in der Türkei im Hungerstreik gegen Isolation und Rechtsverletzungen. Die Repression hat sich weiter verschärft, auch nach Absitzen der Strafe werden die Gefangenen nicht entlassen.
  • Ömer Faruk Gergerlioğlu legt Verfassungsbeschwerde ein 

    Der HDP-Abgeordnete Ömer Faruk Gergerlioğlu zieht gegen seine Verurteilung wegen vermeintlicher Terrorpropaganda vor den türkischen Verfassungsgerichtshof. Damit rügt der bekannte Menschenrechtler eine politisch motivierte Verletzung seiner Grundrechte.
  • Sichere Häfen fördern Rettungsschiff „Sea-Eye 4“ 

    Die Sicheren Häfen Darmstadt und Greifswald haben beschlossen, die Einsätze von Sea-Eye finanziell zu fördern und Patenschaften für die „Sea-Eye 4“ zu übernehmen. Es ist das bisher größte Schiff, das die Organisation in den Rettungseinsatz entsendet.
  • Sea-Watch 3 sucht sicheren Hafen 

    Nach der Rettung von 363 schiffbrüchigen Schutzsuchenden befindet sich das Rettungsschiff der Seenotrettungsorganisation Sea-Watch auf der Suche nach einem sicheren Hafen.
  • Überlebender tauft neues Rettungsschiff von Sea‑Eye 

    Die Seenotrettungsorganisation Sea-Eye hat am Sonntag in Rostock ihr viertes Schiff getauft. Die „Sea-Eye 4” ist das bisher größte Schiff, das die Organisation in den Rettungseinsatz entsendet. Taufpate ist Alpha Jor Barry aus Sierra Leone.
  • Amnesty International fordert Freilassung von Behdînan-Aktivisten 

    Amnesty International fordert die sofortige Freilassung der in Südkurdistan wegen Spionagevorwürfen zu langen Haftstrafen verurteilten Journalisten und Aktivisten aus der Behdînan-Region und ruft zur Teilnahme an einer Eilaktion auf.
  • Vom Danni nach Rojava und zurück 

    „Vom Danni nach Rojava und zurück” - Unter dem Motto rufen Aktivist*innen zur Knastkundgebung vor das Gefängnis in Rohrbach zum Tag der politischen Gefangenen auf.
  • Istanbul: Rollstuhlfahrer als Sicherheitsrisiko 

    Der politische Gefangene Serdal Yildirim wird trotz Haftunfähigkeit nicht aus dem Gefängnis entlassen, weil er nach Ansicht des Gerichts ein Sicherheitsrisiko darstellt. Der 27-Jährige sitzt im Rollstuhl und ist zu 98 Prozent schwerbehindert.
  • Gefallenengrab in Adana geschändet 

    In Ceyhan bei Adana haben Unbekannte das Grab des Gefallenen Hogir Kaya geschändet. Der YPG-Kämpfer starb im Juni 2015 in Kobanê.
  • Internationale Friedensdegelation: Imrali ist ein Mikrokosmos der Türkei 

    Die Friedensdelegation nach Imrali hat einen Vorabbericht zu ihrer Fact Finding Mission veröffentlicht, die statt der Corona-bedingt ausgefallenen Türkei-Reise stattfand. Darin werden schwerwiegende Bedenken hinsichtlich der Menschenrechtslage geäußert.
  • Kassel: Initiative fordert Bleiberecht für Leyla und Meryem Lacin 

    Seit 30 Jahren leben Leyla und Meryem Lacin in Deutschland, dennoch werden ihnen Aufenthalts- sowie Arbeitserlaubnis von den Behörden verweigert. Eine Initiative ruft zur Unterstützung auf, damit die beiden Kurdinnen nicht aus ihrem Leben gerissen werden.
  • Eren Keskin: 124 Prozesse, 26 Jahre Freiheitsstrafe 

    Die Verurteilung der Menschenrechtsanwältin Eren Keskin zu über sechs Jahren Haft in der Türkei hat international Empörung ausgelöst. Die IHD-Vorsitzende ist bisher in 124 Prozessen zu über 26 Jahren Gefängnis verurteilt worden.
  • Türkei: HRW prangert massive Polizeigewalt gegen Studierende an 

    Human Rights Watch hat scharfe Kritik am Umgang der türkischen Behörden mit den Boğaziçi-Protesten geäußert und die Freilassung der verhafteten Studierenden gefordert. Die Organisation „Genocide Watch“ sieht schon länger das Potenzial zu einem Völkermord.
  • Kurdische Politikerin im Gefängnis misshandelt 

    Die kurdische Politikerin Dilek Hatipoğlu ist im Gefängnis in Wan geschlagen und gewaltsam nackt durchsucht worden.
  • Schweiz: Abschiebung von Hünkar Arslan stoppen! 

    Trotz Verhaftungsgefahr will die Schweiz den HDP-Aktivisten Hünkar Arslan am Freitag in die Türkei abschieben. Die migrantische Selbstorganisation ROTA will das verhindern und ruft zum Protest vor dem Gefängnis Bässlergut in Basel auf.
  • Samstagsmütter: Der Kampf um Gerechtigkeit ist nie vorüber 

    Bei ihrer 829. Mahnwache gegen das „Verschwindenlassen“ in Gewahrsam hat die Initiative der Samstagsmütter Gerechtigkeit für Rıdvan Karakoç gefordert. Der Kurde aus Agirî wurde im Februar 1995 in Istanbul festgenommen, gefoltert und ermordet.
  • Verfahren gegen politische Gefangene wegen Foltervorwürfen 

    Wegen der Publikmachung von Foltervorwürfen ist gegen mehrere politische Gefangene in einer Haftanstalt in der nordkurdischen Provinz Gurgum ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden.
  • EGMR: Internetverbot für inhaftierten Anwalt rechtswidrig 

    Dem kurdischen Rechtsanwalt Ramazan Demir ist in türkischer Haft zu Unrecht der Zugang ins Internet verweigert worden. Ankara muss nun Schadenersatz zahlen, entschied der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte.
  • EGMR: HADEP-Politiker zu Unrecht verurteilt 

    Die Türkei hat vor zwanzig Jahren zehn HADEP-Politiker aus Sêrt wegen einem Sitzstreik gegen das staatliche „Verschwindenlassen“ zu Unrecht verurteilt und muss nun Entschädungen zahlen. Der EGMR sieht das Recht auf Versammlungsfreiheit verletzt.
  • Iran: Kurde nach Festnahme zu Tode gefoltert 

    In Irans Hauptstadt Teheran soll ein 21-jähriger Kurde in Polizeigewahrsam zu Tode gefoltert worden sein. Mehrdad Taleshi aus Dîwandere sei erst vor einer Woche auf einem Basar festgenommen worden. Zwei Tage später war er tot.
  • Ankara muss kurdischem Anwalt Schadenersatz zahlen 

    Die Türkei muss dem kurdischen Rechtsanwalt Ramazan Demir Schadenersatz im fünfstelligen Bereich zahlen. Der Jurist hatte geklagt, nachdem er bei einem Protest gegen die Verhaftung von Kollegen Opfer von Polizeigewalt geworden war.
  • Samstagsmütter: Wo ist das Grab von Maksut Tepeli? 

    Bei ihrer wöchentlich stattfindenden Mahnwache haben die Istanbuler Samstagsmütter das Schicksal des vor 37 Jahren nach der Festnahme verschwundenen Lehrers Maksut Tepeli thematisiert. Seine Familie will wissen, wo sein Grab ist.
  • Gurgum: Politische Gefangene schwer misshandelt 

    Im türkischen L-Typ-Gefängnis in der nordkurdischen Provinz Gurgum wurden politische Gefangene von Wächtern schwer misshandelt. Sie berichten von Brüchen an den Händen, den Beinen und am Kopf.