Hintergrund

Alle Meldungen

  • Fünf Jahre danach: „Todeskeller von Cizîr“ sind unvergessen 

    Am 7. Februar 2016 sind in den „Todeskellern von Cizîr“ mindestens 177 Menschen von türkischen Militärs bei lebendigem Leib verbrannt oder erschossen worden. Auch fünf Jahre danach hält die Straflosigkeit an und verwehrt den Opfern Gerechtigkeit.
  • Tod auf dem Schwarzmeer 

    Vor 100 Jahren wurden Mustafa Suphi, Ethem Nejat und weitere Gründer der Kommunistischen Partei der Türkei (TKP) auf Anordnung der türkischen Führung vor Trabzon im Schwarzen Meer ermordet.
  • Deal zwischen Irak, Syrien und Türkei zur Vernichtung der Kurden 

    Angesichts des Regierungswechsels in den USA wappnet sich die Türkei gegen mögliche Sanktionen. Die außenpolitische Mäßigung widerspricht der zunehmenden Totalisierung im Inland und der Vernichtungspolitik gegen die Kurden.
  • „Die kurdische Bevölkerung im Iran soll eingeschüchtert werden" 

    Der PJAK-Vorsitzende Siamand Moini äußert sich im Interview zur Repressionswelle des iranischen Regimes in Ostkurdistan, den stattfindenden Veränderungen in der Region und zum Regierungswechsel in den USA.
  • Türkische Charmeoffensive für einen neuen Krieg 

    Die Türkei versucht derzeit mithilfe schöner Worte und praktischer Zugeständnisse in Libyen und dem östlichen Mittelmeer die Unterstützung der EU und der USA für etwas sehr Konkretes zu gewinnen: eine großangelegte Militäroperation in Südkurdistan.
  • SPD auf Traditionswegen – Appeasement mit dem Faschismus 

    Die Anbiederungsversuche von Bundesaußenminister Heiko Maas an den AKP/MHP-Faschismus stehen nicht im Widerspruch zum Wesen der Sozialdemokratie, sondern sind Ausdruck ihres opportunistischen Charakters.
  • SADAT: Erdoğans Schattenarmee 

    Der türkische Söldnerkonzern SADAT fungiert als Tarnfirma zur Verlegung von Dschihadistentruppen aus Syrien nach Kurdistan, Libyen, Aserbaidschan bis in den Libanon.
  • Türkei: Polizeistaat bereitet Bürgerkrieg vor 

    Die AKP hat in den vergangenen zehn Jahren Polizei und Geheimdienste personell ausgebaut und die Befugnisse der Behörden ins Grenzenlose erweitert.
  • Rechtsbüro Asrin: Imrali ist ein juristisches schwarzes Loch 

    Das Rechtsbüro Asrin hat einen Bewertung der Vollzugsanstalt Imrali für das Jahr 2020 vorgelegt: „Imrali ist juristisch gesehen ein unkontrollierbares schwarzes Loch, das sich ständig erneuert und reproduziert.“
  • Die Angst der AKP-Regierung vor Strafverfolgung 

    Der Autor und Theologe Ihsan Eliaçık sagt, die AKP versuche nationalistisch und religiös zu polarisieren, um sich selbst um jeden Preis an der Macht zu halten.
  • „Ideen und Botschaften brauchen Zeit, um sich zu verbreiten” 

    „Es hat den Anschein, als ob der Brief das Schicksal der oft von Frau Merkel praktizierten Politik des Ignorierens ereilen wird”, erklären die Angehörigen der gefallenen Internationalisten auf die Frage nach der Reaktion auf ihren offenen Brief.
  • Spuren von Sakine Cansız in Rojava 

    Sakine Cansız hat in ihrem Leben unauslöschliche Spuren hinterlassen, so auch in Rojava. Heute folgen Zehntausende Frauen diesen Spuren. Ein Ehepaar aus Dêrik erzählt von einer Begegnung im Jahr 1992.
  • Die Anatomie der Morde von Paris – Teil 3 

    Die Kurdinnen und Kurden fordern auch Anfang 2021 weiter Gerechtigkeit ein. Noch sind nicht alle Puzzleteile der Morde von Paris zusammengefügt. Die neu aufgerollten Ermittlungen in Frankreich konzentrieren sich auf türkische Netzwerke in Europa.
  • Die Anatomie der Morde von Paris – Teil 2 

    Die Telefone von Sara, Rojbîn und Ronahî klingelten den ganzen Tag. Der Festnetzanschluss im Informationsbüro wurde angerufen. Es wurden Nachrichten geschickt. Als ANF die erste Meldung brachte, war es 2.30 Uhr nachts. Es kam zu einem kollektiven Schock.
  • WUS: Erdoğan zerschlägt die Autonomie der Universität 

    Seit Anfang der Woche protestieren Studierende in Istanbul gegen die Ernennung eines AKP-Politikers zum Rektor der Boğaziçi-Universität. Der World University Service (WUS) warnt vor der Zerschlagung der Autonomie von Universitäten in der Türkei.
  • Die Anatomie der Morde von Paris – Teil 1 

    Die Morde an Sakine Cansiz, Fidan Doğan und Leyla Şaylemez vor acht Jahren in Paris sind immer noch ungesühnt. 2019 ist in Frankreich ein neues Ermittlungsverfahren eingeleitet worden, das sich gegen ein türkisches Netzwerk in Europa richtet.
  • Ok: NGO-Gesetz legalisiert den Ausnahmezustand 

    Das zur Jahreswende im türkischen Parlament verabschiedete Gesetz zur Regulierung zivilgesellschaftlicher Organisationen sorgt weiterhin für Proteste. Rechtsanwalt Veysel Ok bezeichnet die Initiative der Regierung als Legalisierung des Ausnahmezustands.
  • Türkei: Isolationsregime umfasst das ganze Land  

    Die auf Imrali jenseits der Grenzen des geltenden Rechts angewandten „Öcalan-Gesetze“ und die Isolation haben schon längst unmittelbare Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft – ob draußen oder hinter Gefängnismauern. Das wurde 2020 besonders deutlich.
  • Nordostsyrien 2020: Ideologische Angriffe und Widerstand 

    2020 war ein Jahr, in dem vor allem die ideologischen Angriffe auf die Revolution von Nord- und Ostsyrien zugenommen haben. Auch auf militärischer und politischer Ebene wird die selbstverwaltete Region bedroht.
  • Bawer Dersim: Wir treten für einen innerkurdischen Dialog ein 

    Der Guerillakommandant Bawer Dersim macht auf das kurdische Standbein im türkischen Vernichtungsfeldzug aufmerksam und warnt vor falschen Berechnungen: „Niemand sollte davon ausgehen, dass die PKK zur Kapitulation gezwungen werden kann.“
  • Türkei benutzt die PDK 

    James Jeffrey, zurückgetretener Syrien-Beauftragter der USA, mag die Kurden nicht. Er brachte Präsident Erdoğan und die Barzanî-Familie zusammen und überredete sie, einen gemeinsamen Krieg gegen die PKK zu führen.
  • Der Karabach-Krieg und das Ende der Illusionen  

    Die Armenier gehen einer ungewissen Zukunft entgegen: Nach den hohen Verlusten im 44-Tage-Krieg sind sie militärisch geschwächt. Die Abhängigkeit von Russland wird immer mehr die Form eines Protektorats annehmen, außenpolitische Optionen bleiben begrenzt.
  • Pogrom von Maraş seit 42 Jahren straflos 

    Im Dezember 1978 fand in Maraş ein pogromartiges Massaker rechtsradikaler Islamisten und Paramilitärs an Aleviten statt. Offiziell starben 111, nach inoffiziellen Zahlen sogar bis zu 1.000 Menschen. Die Mörder wurden nie zur Rechenschaft gezogen.
  • Sozdar Avesta: Wer will was in Şengal? 

    Sozdar Avesta (KCK) beleuchtet im ANF-Interview die verschiedenen Positionen zu Şengal. Das ohne Einwilligung der ezidischen Bevölkerung vorgesehene Konzept entspricht in den Grundzügen dem Plan für ganz Kurdistan.
  • Staatlich geförderte Vergewaltigungskultur als Kriegsinstrument 

    Vergewaltigungen sind in Kurdistan mehr als Sexualverbrechen. Sie sind ein Kriegsinstrument, welches die absolute Dominanz der türkischen Armee über die kurdische Bevölkerung symbolisieren soll.