DIHA-Korrespondent zu sieben Jahren Haft verurteilt

Der Journalist Mazlum Dolan ist in Amed zu siebeneinhalb Jahren Haftstrafe verurteilt worden. Dem ehemaligen Korrespondenten der inzwischen verbotenen Nachrichtenagentur DIHA wird Mitgliedschaft in einer Terrororganisation vorgeworfen.

Im Prozess vor der 5. Strafkammer Diyarbakir (kr. Amed) gegen Mazlum Dolan ist der ehemalige Korrespondent der per Dekret verbotenen Nachrichtenagentur DIHA wegen vermeintlicher Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren und sechs Monaten verurteilt worden.

Der Journalist befand sich während der Ausgangssperre vor fünf Jahren im Haus seiner Tante im Altstadtbezirk Sûr und wurde nach 79 Tagen aus dem Kampfgebiet evakuiert. Er wurde sofort verhaftet und war 15 Monate im Gefängnis. Inzwischen hält er sich nicht mehr in der Türkei auf. Vor Gericht wurde er von seinem Rechtsanwalt Resul Tamur vertreten. Der Verteidiger machte vor Gericht geltend, dass die Staatsanwaltschaft die Tätigkeit seines Mandanten für DIHA als Begründung für eine Strafe heranzieht, obwohl kein juristisches Urteil gegen die Nachrichtenagentur vorliegt.