Konstantin Wecker liest Text von Abdullah Öcalan

Der Münchner Liedermacher Konstantin Wecker liest live auf seiner aktuellen Konzerttour einen Text aus dem Buch „Jenseits von Staat, Macht und Gewalt“ von Abdullah Öcalan und fordert seine Freilassung.

Der Liedermacher Konstantin Wecker ist mit seiner aktuellen Konzerttournee Tour Utopia 2.0 durch Deutschland, die Schweiz und Österreich noch bis zum 19. Dezember zu sehen und natürlich zu hören. Auf der Bühne liest der Münchner Pazifist und Antimilitarist passend zur Kampagne „Freiheit für Öcalan und eine politische Lösung für die kurdische Frage“ einen Ausschnitt aus dem 2013 ins Deutsche übersetzte Buch „Jenseits von Staat, Macht und Gewalt“ von Abdullah Öcalan und erklärt: „Eine gerechte und friedliche Lösung für die Menschen in Kurdistan setzt die Freilassung von Abdullah Öcalan voraus.“


Konstantin Weckers Worte auf der Bühne sind:

„Der kurdische Politiker, Repräsentant und bedeutende Theoretiker Abdullah Öcalan schreibt in seinem Buch Jenseits von Staat, Macht und Gewalt:

Attraktiv finde ich ethisch-politische Menschen, die Freundschaft mit Tieren pflegen, in Eintracht mit der Natur leben, auf einem Gleichgewicht der Geschlechter aufbauen, in Freiheit, Gleichheit und Liebe leben und die Kraft der Wissenschaft und der Technik davor bewahren, Spielzeug für Krieger und Mächtige zu sein. (…) Ich rede von einem geistig-seelischen Paradigma. Kategorisch sage ich: das Anbeten von Kraft und Macht, das funkelnde und glitzernde Leben aller blutbesudelten Zivilisationen, ich habe es wirklich satt und hasse es. (… )

Die Kindheit der Menschheit, die ins Vergessen gestoßene Geschichte der Werktätigen und der Völker, die Welten der Freiheit und der Gleichheit in den Utopien der Frauen, der Kinder und der Kind gebliebenen Greise – ich will mich lieber an ihnen beteiligen, dort einen Erfolg erzielen.

All das ist Utopie. Aber manchmal sind Utopien die einzig rettende Inspiration. Aus den heutigen Bauten, die schlimmer sind als Gräber, wird man natürlich durch Utopien ausbrechen. (…)

Weiter erklärt Wecker:

„Öcalan sitzt seit 24 Jahren in Isolationshaft auf der Gefängnisinsel Imrali im Marmarameer.

Eine gerechte und friedliche Lösung für die Menschen in Kurdistan setzt die Freilassung von Abdullah Öcalan voraus.

Doch der Despot vom Bosporus nennt ihn bis heute einen Terroristen, so wie Nelson Mandela Jahrzehnte als Terrorist diffamiert wurde. Die Geschichte entscheidet letztlich darüber, wer Despot und wer Streiter für den Frieden und eine gerechtere Welt ist.

Und lieber Abdullah, über die Freundschaft mit Tieren, die du so schön beschrieben hast, möchte ich nun in meinem nächsten Lied sprechen ...“

Folgende Konzerte finden noch bis zum Jahresende statt:

22.11. Berlin – Philharmonie
23.11. Lübeck – Musik- und Kongresshalle
28.11. Würzburg – Congress Centrum
29.11.Frankfurt am Main – Alte Oper
30.11. Stuttgart – Liederhalle
02.12. CH – Bern – Kursaal
05.12. CH – Basel – Stadtcasino
06.12. CH – Schaan – Saal am Lindenplatz
08.12. A – Linz – Brucknerhaus
09.12. A – Wien – Konzerthaus
10.12. A – Graz – Stefaniensaal
19.12. Hamburg – Laeiszhalle