Krankenhaus in Tel Rifat von türkischer Granate getroffen

Ein Krankenhaus in der nordsyrischen Stadt Tel Rifat ist von einer türkischen Granate getroffen worden, vier Menschen wurden teilweise schwer verletzt. Die Türkei eskaliert seit einer Woche die Angriffe auf die Autonomieregion Nord- und Ostsyrien.

Die türkische Armee hat mit ihren dschihadistischen Söldnertruppen Granaten auf die nordsyrische Stadt Tel Rifat abgefeuert. Unter anderem wurde ein Krankenhaus getroffen. Der Beschuss richtete sich gegen ein Wohngebiet, es wird von Verwundeten und massiven Sachschäden berichtet.

Nach Angaben des Gesundheitskomitees von Efrîn und Şehba wurden bei dem Angriff auf das Krankenhaus vier Personen verletzt, eine Person gehörte zum Personal. Das Komitee verurteilt den Angriff als völkerrechtswidrig und weist darauf hin, dass in der Klinik trotz des herrschenden Embargos täglich Dutzende Kranke behandelt werden. Bei den Verwundeten handele es sich um Muxlês Ehmed Nasan (25), Abdullah Abdulrehman Murad (40), Mihemed Hemîd (45) und Mustefa Hesen (27), zwei von ihnen seien schwer verletzt.


Tel Rifat liegt 35 Kilometer nördlich von Aleppo im Kanton Şehba, in dem Zehntausende durch die türkische Invasion im Jahr 2018 Vertriebene aus Efrîn leben. In der Autonomieregion Nord- und Ostsyrien kommt es seit dem 12. Juni zu einer neuen militärischen Eskalation der Türkei. Nach Angaben der Demokratischen Kräfte Syriens (QSD) wurden bis Donnerstag drei Zivilist:innen durch türkische Drohnen oder Granaten getötet, auch Kinder erlitten Verletzungen. Seit dem Wochenende haben zwölf Kämpfer der YPG und des Militärrats von Minbic ihr Leben bei Drohnenangriffen verloren.