Penahî: Hinrichtung nach Ramadan?

Die nach heftigen Protesten ausgesetzte Hinrichtung des kurdischen politischen Gefangenen Ramîn Hisên Penahî soll auf Beschluss der Gefängnisleitung in der ostkurdischen Stadt Sinê nach Ablauf des Ramadan vollstreckt werden.

Die „Kampagne zum Schutz politischer Gefangener“ warnt in einer Erklärung vor der bevorstehenden Hinrichtung von Ramîn Hisên Penahî (Ramin Hossein Panahi) im Iran.

In der Erklärung heißt es: „Die Gefängnisleitung von Sinê hat vergangenen Samstag beschlossen, dass das Todesurteil gegen Penahî vollstreckt wird. In dem Beschluss heißt es, dass er nach dem Ramadan hingerichtet werden soll.

Penahî gegenüber soll die Gefängnisleitung gesagt haben: ‚Die rechtliche Prozedur für die Hinrichtung ist abgeschlossen. Die Vollstreckung wird nach Ablauf des Ramadan stattfinden. Weder nationale noch internationale Institutionen können diesen Beschluss abändern.‘“

Die Kampagne ruft dazu auf, weiter gegen die drohende Hinrichtung zu protestieren.

Die gegen den kurdischen politischen Gefangenen verhängte Todesstrafe war Anfang Mai aufgrund internationaler Proteste vorläufig ausgesetzt worden.