Südkurdistan: Dorfbewohner bei türkischem Luftangriff getötet

Bei Luftangriffen der Türkei auf die südkurdische Region Şîladizê wurde ein Mann getötet.

Die türkische Armee hat erneut südkurdische Dörfer angegriffen. Insbesondere das Gebiet Geliyê Balîndeyan und das Dorf Sîda in Şîladizê waren von den Luftangriffen betroffen. Ein Dorfbewohner wurde bei dem Angriff getötet. Er hinterlässt drei Söhne und vier Töchter.

Der Distrikt Şîladizê grenzt an die türkische Grenze nach Nordkurdistan an. Dort befindet sich die türkische Militärbasis Sirê. Der Stützpunkt war Anfang vergangenen Jahres von Hunderten Bewohnern aus der Region als Reaktion auf den Tod von vier Zivilisten bei türkischen Luftangriffen gestürmt worden. Sie setzten Fahrzeuge, Munitionslager und Rüstungsgut in Brand, unter anderem auch deutsches Militärgerät. Die zunächst geflüchteten Soldaten des Stützpunkts schossen daraufhin in die Menschenmenge. Ein Familienvater und ein 13-jähriger Demonstrant wurden von ihnen getötet, sechs weitere Personen wurden durch den Beschuss teils schwer verletzt. Die türkische Luftwaffe fliegt nahezu täglich Luftangriffe auf Ziele in Südkurdistan.