Staatsterror in Licê: 35 Festnahmen

Das türkische Militär geht weiter martialisch gegen die Landbevölkerung in Licê vor. Erneut sind Dörfer mit gepanzerten Fahrzeugen abgeriegelt und Wohnhäuser durchsucht worden. Mindestens 35 Personen wurden festgenommen.

Das türkische Militär geht weiter martialisch gegen die Landbevölkerung in Licê in der nordkurdischen Provinz Amed (tr. Diyarbakir) vor. Seit dem 9. Januar werden Dörfer belagert und Wohnhäuser gestürmt. Vorangegangen war ein Gefecht mit der kurdischen Guerilla, bei dem ein Soldat getötet und drei weitere verletzt wurden. Bisher sind acht Personen wegen vermeintlicher Mitgliedschaft in der PKK verhaftet worden.

In der Kreisstadt Licê und den umliegenden Dörfern Derxust (Dibek), Xezmaz (Budak) und Sise (Yolçatı) sind heute erneut zahlreiche Wohnhäuser von der Militärpolizei durchsucht worden. Die Dörfer wurden mit gepanzerten Fahrzeugen abgeriegelt, anschließend drangen Militärs in die Häuser ein und nahmen mindestens 35 Personen fest.

Die Festgenommenen sind mit gepanzerten und zivilen Fahrzeugen zum Jandarma-Stützpunkt in Lice gebracht worden.