Şêx Cengî Talabanî: Wir machen bei einem „Bruderkrieg” nicht mit

Der Ko-Vorsitzende der südkurdischen Partei YNK, Lahor Şêx Cengî Talabanî, erklärt zur Eskalationspolitik der PDK gegenüber der PKK: „Wir beteiligen uns an keinem Bruderkrieg. Die Krise muss im Dialog gelöst werden.“

Der Ko-Vorsitzende der Patriotischen Union Kurdistans (YNK), Lahor Şêx Cengî Talabanî, gab nach einem Treffen mit dem US-Botschafter im Irak, Matthew Tueller, und dem US-Konsul in Südkurdistan, Rob Waller, eine Erklärung über die sozialen Medien ab. Dabei sagte der einflussreiche südkurdische Politiker: „Auf dem Treffen haben wir ein weiteres Mal erklärt, dass wir keinen Bruderkrieg wollen. Die Situation muss im Dialog gelöst werden.“ Die US-Delegation hatte sich vorher mit dem PDK-Vorsitzenden Mesûd Barzanî und Premierminister Mesrûr Barzanî (PDK) getroffen.

Die YNK stellt die zweitstärkste parlamentarische Kraft nach der PDK in Südkurdistan dar. Während die PDK offen mit dem türkischen Faschismus kollaboriert, versucht die YNK immer wieder eine Vermittlerrolle einzunehmen und auf eine Lösung im Dialog zu setzen. Die Machtbereiche in Südkurdistan sind weitgehend nach Clan- bzw. Parteizugehörigkeit aufgeteilt. Während die Region und die Hauptstadt Hewlêr von der PDK und ihren Peschmerga kontrolliert werden, ist Silêmanî das Zentrum der YNK.