Langfristige Besatzungsstrategie
Wie das Pressezentrum der Demokratischen Kräfte Syriens (QSD) berichtet, baut der türkische Staat seine Präsenz durch die Errichtung neuer Militärstützpunkte in Syrien aus und nutze das Machtvakuum und die Schwäche der Übergangsregierung in Damaskus aus. Zudem verschärft die türkische Armee ihre Angriffe in Nord- und Ostsyrien trotz der internationalen Bemühungen um einen Waffenstillstand in ganz Syrien.
Nächtliche Transporte von Ausrüstung
In der Pressemitteilung heißt es: „In Gebieten südlich und östlich von Minbic sowie in der Umgebung von Kobanê transportiert die türkische Armee im Schutze der Nacht heimlich Ausrüstung und Nachschub, um neue Militärstützpunkte zu errichten.“ Zu den wichtigsten Standorten gehörten der Qereqozax-Hügel, das westliche Ufer des Euphrats und das Dorf Hassan Agha südöstlich von Minbic.
Geheimhaltung der neuen Stützpunkte
Obwohl die Türkei bereits mehr als 200 Militärstützpunkte in Syrien unterhalte – mit Zehntausenden von Soldaten, Geheimdiensteinheiten, hochmodernen Radarsystemen, Panzern, Überwachungstechnologie und Spionagegeräten – setze sie bei ihrer jüngsten Expansion weiterhin auf Geheimhaltung, so die QSD. Berichten zufolge vermieden es die türkischen Truppen absichtlich, ihre Flaggen an diesen neuen Standorten zu zeigen.
Beobachtungen der QSD weisen auf ein riesiges geographisches Areal hin, in dem gebaut werde. Drohnenaufnahmen würden mehrere sich im Bau befindende Militärstützpunkte in diesem Gebiet zeigen. Zu den Einrichtungen dort gehörten Wachtürme, befestigte Stellungen für Panzer und Artillerie sowie Truppenhauptquartiere. Während einige Basen nach Angaben der QSD noch im Aufbau sind, scheinen andere bereits vollständig fertiggestellt zu sein.
Besatzung soll konsolidiert werden
Die QSD vermuten dahinter die Stärkung der türkischen Besatzung in Syrien, die Erleichterung der laufenden Angriffe in den nordöstlichen Regionen und das weitere Vordringen in syrisches Gebiet als primäre Ziele dieser neuen Stützpunkte. Dieser Einschätzung zufolge deutet die Expansion auf eine langfristige Besatzungsstrategie hin, die darauf abzielt, die türkische Kontrolle über Teile Syriens zu konsolidieren und ihre militärische Präsenz für die absehbare Zukunft zu festigen.