Jeder Tag ist Tag X – Aufruf zum Handeln!

Die Türkei führt gemeinsam mit ihrer aus dschihadistischen Milizionären bestehenden Proxy-Armee einen Angriffskrieg gegen Nord- und Ostsyrien. Die Kampagne #RiseUp4Rojava und Woman Defend Rojava haben Vorschläge für vielfältige Aktionen dagegen.

Am 9. Oktober befahl das türkische Regime seinen Streitkräften den Einmarsch in Gebiete der Demokratischen Föderation Nord- und Ostsyriens. Die türkische Armee rückt seitdem auf kurdische, arabische und christliche Viertel in verschiedenen Städten Rojavas vor. Aus der Luft, mit Artillerie und Panzern werden Wohnviertel beschossen. Unterstützt wird dieser Feldzug von islamistischen Milizen, die frühere Kommandeure des „Islamischen Staates” genauso einschließen wie Kämpfer der Terrororganisation Ahrar al-Sham.
Wir rufen alle demokratischen, sozialistischen, feministischen Kräfte, die Friedens- und Ökologiebewegung, die autonome Linke und alle Einzelpersonen, die dieses Unrecht nicht mitansehen wollen, dazu auf, jetzt aktiv zu werden. Wir haben einige konkrete Vorschläge für die kommenden Tage. Ihr könnt euch, wenn ihr konkrete Ankündigungen erhalten oder teilen wollt, im Telegram-Kanal unserer Kampagne für Deutschland anmelden: t.me/riseup4rojava

Montag, 14. Oktober: Rüstungsindustrie blockieren!
Wir rufen dazu auf, in allen Städten der Bundesrepublik Büros, Ausstellungsräume, Produktionsstätten deutscher Waffenunternehmen zu blockieren. Hier findet ihr eine Karte aller in Frage kommenden Unternehmen. Wir empfehlen Niederlassungen von Rheinmetall, Krauss Maffei Wegmann, ThyssenKrupp, Heckler&Koch sowie der MTU Friedrichshafen. Sie profitieren direkt von diesem Krieg, sie lieferten Waffen, die bereits während der völkerrechtswidrigen Besatzung des syrischen Kantons Afrin zum Einsatz kamen.

Mittwoch, 16. Oktober: Helft der Presse!
Viele deutschen Medien sind nicht in der Lage, eine wahrheitsgemäße Berichterstattung über den Krieg zu garantieren. Sie verharmlosen den NATO-Krieg, räumen ihm nicht den Stellenwert ein, den er haben sollte. Sie ignorieren lokale Quellen aus dem Norden Syriens, verbreiten türkische Propaganda.
Um ihnen unter die Arme zu greifen, wollen wir sie besuchen. Wir rufen euch auf, in die Redaktionen eurer lokalen Zeitungen, Fernsehsender oder Radios zu gehen und einzufordern, dass die Augen nicht vor den Kriegsverbrechen des westlichen Militärbündnisses und seiner islamistischen Verbündeten verschlossen bleiben.

Freitag, 18. Oktober: Fridays For Peace
Die kurdische Ökologiebewegung in Nordsyrien und die Umweltbewegung in Deutschland haben nicht nur gemeinsame Ziele, sondern auch gemeinsame Gegner. Wir rufen alle Aktivist*innen, insbesondere aber unsere Freund*innen bei #fridaysforfuture dazu auf, vor oder in Büros, Verkaufsstätten oder Fabriken von Mercedes zu demonstrieren. Mercedes ist nicht nur notorischer Umweltsünder, sondern produziert auch für die türkische Armee.

Samstag, 19. Oktober: Europaweite Großdemonstration
Wir rufen zu einem Block auf der europaweiten Großdemonstration gegen den Krieg auf. Zehntausende Menschen werden in Köln erwartet. Wir wollen uns mit einem eigenen Block beteiligen. Wir setzen auf eine kämpferische Stimmung und zivilen Ungehorsam. Achtet auf Ankündigungen auf der Demonstration.

Weitere Informationen unter:
riseup4rojava.org
womendefendrojava.net