Gefallene Sicherheitskräfte in Şehba beerdigt

Die bei einem türkischen Luftangriff ums Leben gekommenen Sicherheitskräfte Cemîl Nasan und Îsmaîl Hesen sind unter großer Anteilnahme in Şehba beigesetzt worden. Auf der Beerdigung wurde die Heuchelei von Erdoğan angeprangert.

Mit Cemîl Nasan und Îsmaîl Hesen sind die letzten der 29 Todesopfer des türkischen Luftangriffs von Sonntagnacht auf eine Akademie der inneren Sicherheitskräfte (Asayîş) in der Nähe von Dêrîk beerdigt worden. Die Beisetzung fand im Kanton Şehba statt, in dem seit der türkischen Besatzung von Efrîn im Frühjahr 2018 Zehntausende Vertriebene unter prekären Verhältnissen leben.

Die Leichen der beiden Gefallenen wurden vom Avrîn-Krankenhaus in Fafîn zum Friedhof in Ehrez gebracht, wo sie von einer riesigen Menschenmenge in Empfang genommen und auf den Schultern von Asayîş-Mitglieder zur Abschiedszeremonie getragen wurden.


Cemîl Nasan und Îsmaîl Hesen waren wie ihre 27 gefallenen Kollegen Mitglieder einer Antidrogeneinheit der Kräfte für innere Sicherheit der Autonomieverwaltung von Nord- und Ostsyrien und befanden sich zum Zeitpunkt des Angriffs nicht in einem Kampfeinsatz. Bei der Beerdigung sprach Şaziya Îbrahîm vom Rat der Gefallenenfamilien den Angehörigen der Todesopfer und den Völkern Nordostsyriens ihr Beileid aus und wies auf die Verdienste der Gefallenen beim Schutz der Revolution und der Menschen in der Region hin.

Dilsoz Efrîn hielt eine Rede im Namen des Kantonsrates Efrîn-Şehba und sagte, dass der türkische Staat die Bevölkerung vertreiben und weitere Gebiete im Norden Syriens besetzen will. Er verwies auf die Heuchelei des türkischen Präsidenten und erklärte: „Erdoğan spricht vor den Medien von seiner Trauer um die palästinensischen Kinder und von Wassermangel in Palästina. Gleichzeitig begeht er Kriegsverbrechen in Nordostsyrien, greift die Infrastruktur an, unterbricht die Wasserversorgung, steckt bestellte Felder in Brand und tötet Kinder und alte Menschen.“

Hikmet Reşîd, einer der Kommandanten der Sicherheitskräfte, sprach den Angehörigen der Gefallenen sein Mitgefühl aus und erklärte, dass der Kampf für die Sicherheit und für die Befreiung von Efrîn und weiterer besetzter Gebiete weitergehen wird. Nach den Reden wurden die Gefallenenurkunden verlesen und den Familien ausgehändigt. Bei der Beisetzung riefen die Anwesenden „Şehîd Namirin“ - Die Gefallenen sind unsterblich.

Unterdessen hat die Türkei die Besatzungsangriffe in Efrîn und Şehba auch heute fortgesetzt.