Enîya Kurdan-Kämpfer bei Angriff auf Minbic getötet

Die QSD haben den Tod von Hailan Jalawi al-Farij al-Salamah bekanntgegeben. Der Kämpfer der Kurdischen Front kam im Zuge eines Angriffs türkisch-dschihadistischer Besatzungstruppen in der Nähe von Minbic ums Leben.

Die Demokratischen Kräfte Syriens (QSD) haben den Tod eines ihrer Mitglieder bekanntgegeben. Wie das Bündnis am Sonntag in Hesekê mitteilte, kam der Kämpfer Seqman vor zwei Tagen in der Nähe von Minbic im Zuge eines Angriffs der türkischen Armee und ihrer dschihadistischen Verbündeten ums Leben. „Heval Seqman wurde während einer Reaktion auf den von Besatzern verübten Beschuss in Erîma getötet. Wir sprechen seiner Familie und den Völkern Nord- und Ostsyriens unser Beileid aus und betonen, dass wir unser gesamtes Wirken weiterhin auf den Schutz und die Sicherheit unserer Menschen und unserer Regionen ausrichten. Außerdem versprechen wir, den Widerstand fortzusetzen, bis das Ideal der Gefallenen – die Befreiung unserer besetzten Gebiete – erreicht ist“, erklären die QSD.

Die persönlichen Daten des gefallenen Kämpfers lauten:

                                     

Codename: Seqman

Vor- und Nachname: Hailan Jalawi al-Farij al-Salamah

Namen der Eltern: Batla – Jalawi

Geburtsjahr und -ort: 2003, Meskenê

Todestag und -ort: 2. Februar 2024, Erîma

Hailan Jalawi al-Farij al-Salamah war Kämpfer der Enîya Kurdan (Kurdische Front), einem Mitgliedsverband der QSD. Nach Angaben des Bündnisses beteiligte er sich als Angehöriger dieser Formation an diversen Einsätzen und Offensiven in der Autonomieregion Nord- und Ostsyrien gegen die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) und andere Dschihadistenmilizen. Sein letztes Einsatzgebiet war die Front von Minbic und dem weiter südwestlich gelegenen Bab. Die QSD würdigen ihn als einen „großen Kämpfer“, dessen Tod ein schwerer Verlust sei.

Hailan Jalawi al-Farij al-Salamah wurde am Sonntag in Minbic beigesetzt (c) ANHA

Enîya Kurdan

Die Enîya Kurdan, die auch unter dem arabischen Namen Jabhat al-Akrad bekannt ist, wurde im Januar 2013 auf kurdische Initiative hin im mittlerweile von der Türkei besetzten Azaz gegründet und wuchs durch den Beitritt von Angehörigen der verschiedenen Gemeinschaften in der Region schnell zu einem multiethnischen Verband an. Im Mai 2015 wurde die Formation ein Teil der Armee der Revolutionäre, die im Oktober desselben Jahres wiederum mit anderen Gruppen die Demokratischen Kräfte Syriens bildeten.