Artillerie- und Drohnenangriffe auf Rojava: Frauenklinik getroffen

Die türkische Armee und ihre Söldnertruppen setzen ihre Angriffe auf Rojava und Nordsyrien fort. Eine Frauenklinik in Tel Rifat wurde bei einem Drohnenangriff schwer beschädigt.

Die türkischen Artillerieangriffe auf Nord- und Ostsyrien wurden auch am Dienstag und Mittwoch fortgesetzt. Gleichzeitig griff eine türkische Drohne in Tel Rifat im nordsyrischen Kanton Şehba eine Frauenklinik an. Bei dem Angriff am Mittwochmorgen wurde die Wand der Klinik durchschlagen und Behandlungsräume zerstört. Nach bisherigen Erkenntnissen entstand schwerer Sachschaden.​​​​​


Ebenfalls am Mittwoch griff die türkische Artillerie eine Zementfabrik bei dem Dorf Abu Naytulah im Nordwesten von Ain Issa mit schweren Waffen an.

Bereits am Dienstag gegen 18.00 Uhr Ortszeit setzte der Beschuss der Dörfer Aqîbê, Bênê und Soxanekê in Efrîn-Şêrawa ein. Wenig später wurden die Angriffe auf das Dorf Dêrcemal ausgeweitet. Allein in Aqîbê wurden am Dienstagabend 20 Granateinschläge gezählt.

Drohnenangriffe erfolgen aus international kontrolliertem Luftraum heraus

Während Artillerieangriffe auf die Zivilbevölkerung mittlerweile zum grausamen Alltag in Nord- und Ostsyrien gehören, eskalieren inzwischen auch die Drohnenangriffe immer weiter. So sind in diesem Jahr bereits über 40 türkische Drohnenschläge gegen die Autonomiegebiete gezählt worden. Die Killerbomber der Türkei bewegen sich unbehelligt im Luftraum von Syrien, der von der internationalen Anti-IS-Koalition bzw. Russland kontrolliert wird.