Ostkurdistan: Politischer Gefangener vor Gericht gestellt

Der kurdische politische Gefangene Ramîn Hisên Penahî ist sieben Monate nach seiner Verhaftung in Sinê in Ostkurdistan (Iran) erstmalig einem Gericht vorgeführt worden. Seine Familie durfte an der Verhandlung nicht teilnehmen.

Ramîn Hisên Penahî war am 24. Juni 2017 verhaftet worden und befindet sich seitdem im Gefängnis. An der Verhandlung vor dem Revolutionsgericht Sinê durften seine Angehörigen nicht teilnehmen.

Wie sein Bruder Emced Hisên Penahî mitteilte, wurde der Familie lediglich gestattet, ihn kurz zu sehen: „Als er dem Gericht vorgeführt wurde, wurde uns erlaubt, ihn ein paar Minuten zu sehen. Anschließend wurde uns verboten, an dem Prozess teilzunehmen. Ramin ist im Gefängnis schwer gefoltert worden, er hat Nierenschäden davongetragen. Unter diesen Umständen wurde er dem Gericht vorgeführt. Er war sechs Monate im Gefängnis des Ministeriums für Nachrichtenwesen in Sinê. In diesem Gefängnis ist er auf unmenschliche Weise gefoltert worden. Vor einigen Tagen wurde er in das Gefängnis Sinê überstellt.“

Sein Bruder habe unter der Folter Aussagen gemacht, erklärte Emced Hisên Penahî weiter: „Im Gefängnis durfte er noch nicht einmal mit seinen Anwälten sprechen. Daher wird auch das Urteil des Revolutionsgericht nicht gerecht sein.“