„Hohe Motivation und Entschlossenheit bei der Guerilla“

Der HPG-Kommandant Rojger Serhed sagt, die Motivation und Entschlossenheit der Guerilla sei hoch. Sie sei der türkischen Armee psychologisch weit überlegen, der Zerfall der türkischen Truppen sei offensichtlich.

Die Guerilla schlägt täglich in den Medya-Verteidigungsgebieten im Süden Kurdistans zu und greift die türkischen Invasionstruppen mit einer Taktik der Nadelstiche an. Zwischen den Nadelstichen erfolgen revolutionäre Operationen, bei denen ganze Gipfel von der türkischen Armee befreit werden. Zuletzt wurden bei einer solchen Operation am Girê Cûdî am 17. Februar 37 türkische Soldaten getötet. Während sich die Guerilla früher im Winter zurückzog und Bildungsarbeit betrieb, zeigen die mobilen Einheiten heute, dass sie auch unter den schwersten klimatischen Bedingungen in der Lage sind, effizient und effektiv gegen die türkische Armee vorzugehen. Einer der Kommandanten der Volksverteidigungskräfte (HPG) ist Rojger Serhed.


In einem Gespräch, das anlässlich des 25. Jahrestags der Verschleppung des kurdischen Repräsentanten Abdullah Öcalan stattfand, erinnerte Rojger Serhed daran, dass der PKK-Begründer eine kurdische Renaissance eingeleitet habe. Das kurdische Volk sei sich seiner selbst, seiner Jahrtausende alten Geschichte, der Natur und der Ressourcen seines Landes bewusst geworden. Öcalan habe die Verantwortung der Kolonialmächte in diesem Zusammenhang deutlich gemacht. „Mit dem von ihm geschaffenen neuen Paradigma wurde er zu einer neuen Lebenshoffnung für die Menschheit. Weil der Feind seine Bedeutung kennt, versucht er zu verhindern, dass die Worte von Rêber Apo das kurdische Volk und die anderen Völker erreichen. Das kurdische Volk und Rêber Apo sind nicht verschwunden, im Gegenteil, sie sind stärker geworden. Die apoistische Philosophie ist universell geworden“, so der HPG-Kommandant.

Wo ist Süleyman Soylu heute?“

Der Krieg in den Medya-Verteidigungsgebieten finde aktuell auf einem sehr ernsten und intensiven Niveau statt, sagte Rojger Serhed, betonte aber gleichzeitig, damit werde deutlich, dass die Guerilla nicht zu besiegen sei. Er erinnerte an die Äußerungen des damaligen türkischen Innenministers Süleyman Soylu (AKP), dass die Guerilla nun vollkommen vernichtet werde, und fuhr fort: „Wo ist Süleyman Soylu jetzt, der das so laut herumkrakeelt hat, warum ist er nirgends zu sehen? Warum konnte er die PKK nicht vernichten? Er konnte es nicht und das wird auch in Zukunft nicht gelingen. Erdoğan sagt jeden Tag: ‚Wir werden ihnen ein Ende bereiten.‘ Aber er hat das in den vergangenen vier Jahren, in denen er das verkündet hat, nicht geschafft, denn er ist selbst am Ende. Jeden Tag gibt es neue tote Soldaten und er verbirgt die meisten von ihnen. Die Familien, die ihre Kinder verloren haben, sagen nichts, denn sie werden bezahlt. Das ist die Vereinbarung. Wenn Soldatenleichen herausgegeben werden, dann geschieht dies aus Notwendigkeit, weil es sich zum Beispiel um Offiziere handelt.

Die Motivation der Guerilla ist hoch“

Alle Aktionen der Guerilla werden jedoch von ihr aufgezeichnet. Die Guerilla kämpft für die Freiheit von Rêber Apo und die Freiheit ihres Volkes. Unsere Moral und Motivation als Guerilla ist hoch. Wir haben die psychologische Überlegenheit in diesem Krieg. Niemand kann das leugnen, denn der Zerfall der türkischen Armee ist sichtbar. Egal, welchen Gipfel die Guerilla angreift, sie säubert ihn von feindlichen Kräften. Die jüngsten Aktionen sind Beweis dafür.“