März-Bilanz: 27 Frauenmorde in der Türkei

Das Bündnis „Wir stoppen die Frauenmorde“ beziffert die Zahl der Mordfälle an Frauen in der Türkei für den vergangenen Monat mit 27.

Die Plattform „Wir stoppen die Frauenmorde“ (KCDP) hat ihren Bericht für den vergangenen Monat März vorgestellt. Darin dokumentiert sie insgesamt 27 Morde an Frauen in der Türkei, die binnen eines Monats begangen wurden. Auch macht der Bericht darauf aufmerksam, dass die Zahlen für Kindesmissbrauch und sexuelle Gewalt in der Türkei im vergangenen Monat weitaus höher ausfallen, als sie in den Medien angegeben werden.

„Ohne Vorkehrungen wächst die Gewalt“

Insgesamt acht von 27 Morden wurden ins Istanbul begangen. Sechs Frauen wurden ermordet, weil sie selbst über ihr Schicksal bestimmen wollten. Bei neun Mordfällen ist nicht ermittelt, wer der Mörder ist. Die Zahlen der Plattform KCDP sind erschreckend. Deshalb ruft sie in ihrem Bericht dazu auf, dass verstärkt Vorkehrungen gegen mögliche Gewalt an Frauen getroffen werden müssen. Die Plattform nimmt insbesondere die Justiz in die Pflicht. Diese müsse sowohl die Hintergründe der Morde besser aufklären, als auch mit harten Strafen gegen die Mörder vorgehen.

Die Namen der Opfer

In dem Bericht werden die Namen der Mordopfer aufgelistet. Diese lauten: Samira Arslan, Ayşe Demir, Sinem Gedik, Suzan H., Elmas Aksu, Fikar Talu, Hacer Cengiz, Fatma Şengül, Ayyuş Çetin, Ayşe Dayıoğlu, Özlem S., Mine Topçu, Seher Polat, Fatma Erdoğan, Müslime B, Nihal Işıldar, Yeliz Y, Saadet K., Keziban Ercan, Ayşe Solmaz, Zeynep Esin, Arzu Özkan, Leyli E., Zeynep Öztürk, Ayni D. und Ebru Erdem. Außerdem wurde eine 47-jährige Frau im vergangenen Monat ermordet, deren Identität noch nicht festgestellt werden konnte.