Aus dem Herzen Kurdistans: Buchvorstellung in Spanien

Das von Internationalistinnen in Rojava auf Spanisch verfasste Buch „Frauen, Leben, Freiheit. Aus dem Herzen der freien Frauenbewegung in Kurdistan“ wird von der Jineolojî-Akademie in Valencia und Katalonien vorgestellt.

Jin Jiyan Azadî – Mujer Vida Libertad

Das von Internationalistinnen in Rojava auf Spanisch verfasste Buch „Frauen, Leben, Freiheit. Aus dem Herzen der freien Frauenbewegung in Kurdistan“ (Mujer, Vida, Libertad: Desde el corazón del movimiento de las mujeres libres de Kurdistán) wird in einer neuen Auflage auf Veranstaltungen in Lateinamerika und Spanien vorgestellt. Die erste Auflage wurde 2021 vom Andrea-Wolf-Institut der Jineolojî-Akademie in Zusammenarbeit mit Editorial Descontrol herausgegeben. Das Buch sammelt und überträgt die Stimmen kurdischer Frauen, die selbst ihre Kampfgeschichte und ihre revolutionäre Ideologie erzählen: Von der natürlichen Gesellschaft im historischen Kurdistan, dem Leben von Ayşe Şan, Zarife und Leyla Qasim, der Bedeutung von Abdullah Öcalan, dem Widerstand in den Gefängnissen, dem Aufstand des Volkes gegen den türkischen Staat, der Rolle gefallener Revolutionärinnen wie Sakine, Bêrîtan, Sema und Zîlan beim Aufbau der kurdischen Frauenbewegung, der Gründung der Frauenpartei (PAJK), der Entwicklung des Systems des demokratischen Konföderalismus und der Jineolojî als neue Sozialwissenschaft der Frauenbefreiung und des Frauenlebens.


Die Veranstaltungsreihe in Spanien wird von der Jineolojî-Akademie Valencia und Katalonien organisiert und hat am 6. Mai begonnen. Nach Buchvorstellungen in Valencia, Castelló, Sagunt, Potries, Alacant und Elx sind die weiteren Stationen Reus, Tarragona, Balaguer, Llleida, Barcelona und Girona. Die Referentinnen berichten auf den Veranstaltungen auch über die aktuellen Entwicklungen der Revolution von Rojava und in der Autonomieregion Nord- und Ostsyrien.

Andrea-Wolf-Institut

Andrea Wolf (Ronahî) war eine deutsche Aktivistin, die 1998 als Guerillakämpferin in den Bergen Kurdistans vom türkischen Staat ermordet wurde. Das Andrea-Wolf-Institut der Jineolojî-Akademie in Rojava wurde nach dieser Kämpferin benannt und bringt Frauen aus verschiedenen Ländern zusammen, die sich für die Ausbreitung der Jineolojî und der Frauenrevolution in andere Regionen der Welt einsetzen.