The Art of Freedom: ADM stellt Konferenzprogramm vor

Vom 17. bis 19. November findet in Basel die internationale Konferenz „The Art of Freedom - Strategien zur Organisierung & kollektiver Widerstand“ statt. Die Akademie der Demokratischen Moderne hat das inhaltsreiche Programm bekannt gegeben.

Die Akademie der Demokratischen Moderne hat das Programm der internationalen Konferenz The Art of Freedom - Strategien zur Organisierung & kollektiver Widerstand im November in Basel bekannt gegeben. Auf der Konferenz wollen sich die Teilnehmenden aus Ländern wie Indien, Kenia, Kolumbien, Venezuela, Südafrika, Baskenland, Katalonien, Italien, Kurdistan, Philippinen, Deutschland und Norwegen vom 17. bis 19. November mit Lösungsperspektiven angesichts der wachsenden Krise der kapitalistischen Moderne beschäftigen.

„Lasst uns zusammen daran arbeiten, unsere Visionen und Utopien zum Leben zu erwecken. Eine andere Welt ist nicht nur möglich – in Anbetracht der Weltlage ist sie bitter nötig. Beginnen wir gemeinsam in der Gegenwart mit dem Aufbau unserer künftigen Welt, denn noch zu warten wäre Wahnsinn“, heißt es in dem Aufruf zur Teilnahme an der Konferenz.

An der Konferenz werden unter anderem folgende Organisationen teilnehmen: Askapena (Baskenland), Walaboomuu (Oromia-Afrika), Endavant (Katalonien), Potere al Popolo! (Italien), Red Nacional del Comuneras (Venezuela), Sudan Communist Party (Sudan), Abahlali base Mjondolo (Südafrika), Initiative Widerstand und Geschichte (Deutschland), Transnational Social Strike Platform, Vikalp Sangam (Indien), Global Tapestry of Alternatives, Congreso de los Pueblos (Kolumbien), National Democratic Front (Philippinen).

Das Programm der Konferenz sieht wie folgt aus:

16. November 2023 - Donnerstag
12:00-20:00 Uhr: Ankunft und Registrierung am Veranstaltungsort

17. November 2023 - Freitag
08:30-09:30 Uhr: Anmeldung
09:30-10:00 Uhr: Eröffnung und Vorstellung des Programms
10:00-13:30 Uhr: Perspektiven der (nationalen) Selbstbestimmung und Autonomie im 21. Jahrhundert
- Überdenken der Selbstbestimmung durch das Paradigma von Abdullah Öcalan (Mahmut Şakar)
- Der Befreiungskampf in Euskal Herria (Askapena)
- Der volkszentrierte Panafrikanismus und der Kampf der Oromo (Walaboomuu | Vollständige Befreiung)
- Països Catalans: Der Kampf in katalanischen Ländern im 21. Jahrhundert (Endavant | OSAN)

13:30-15:00 Uhr: Mittagessen

15:00-18:00 Uhr: Zwischen Volksmacht und liberaler Demokratie - Fallen und Notwendigkeiten im Kampf für die Befreiung
- Potere al Popolo! (Italien)
- Red Nacional del Comuneras (Venezuela)
- Sudanische Kommunistische Partei (Sudan)
- Abahlali baseMjondolo (Südafrika) Online-Beteiligung

18:15-20:00 Uhr: Frauenversammlung

18. November 2023 - Samstag
09:30-13:00 Uhr: Workshops zur Vertiefung verschiedener Aspekte für eine theoretische und praktische Erneuerung der Systemopposition
1. Geschichte und Widerstand: Die verborgenen Blüten der demokratischen Moderne (Initiative Widerstand und Geschichte)
2. Frauenbefreiung und Demokratischer Sozialismus aus der Perspektive der Jineolojî (Jineolojî Komitee Europa)
3. Transnationaler Klassenkampf im 21. Jahrhundert (Transnationale Soziale Streikplattform)
4. Demokratischer Jugendkonföderalismus: Die Jugend im Kampf gegen die kapitalistische Modernität (Youth Writing History)
5. Lokale Demokratie und mehr als menschliches Regieren (Vikalp Sangam, Indien)

13:00-14:30 Uhr: Mittagessen

14:30-16:00 Uhr: Zusammenfassung und Schlussfolgerungen aus den Workshop-Diskussionen

16:15-18:30 Uhr: Aufbau demokratischer Autonomie in Nordkurdistan - Erfahrungen und Überlegungen mit Bedia Özgökçe, Ko-Bürgermeisterin von Wan, Fırat Anlı, ehemaliger Ko-Bürgermeister von Amed, und Tuncay Ok, kurdischer Aktivist

19:00-21:30 Uhr: Abendessen und kulturelle Veranstaltung

19. November 2023 - Sonntag
09:30-11:00 Uhr: Die Idee des Sozialismus: Auf dem Weg zu einer Erneuerung
- 21. Jahrhundert: Die Ära der Frauenrevolution (Women weaving the future)
- Auf dem Sozialismus bestehen heißt auf der Menschlichkeit bestehen (Akademie der demokratischen Moderne)

11:30-15:30 Uhr: Die Frage der Organisation von unten nach oben und des Internationalismus
- Erfahrungen mit dem Weben von Alternativen (Global Tapestry of Alternatives)
- Aufbau der Volksmacht in Kolumbien (Congreso de los Pueblos)
- Perspektiven der revolutionären Organisation auf den Philippinen (Nationale Demokratische Front der Philippinen)
- Errungenschaften, Herausforderungen und Perspektiven des Befreiungskampfes in Kurdistan
Diskussion

15:30 Uhr: Mittagessen und Verabschiedung

Über die Akademie der Demokratischen Moderne

In der Selbstdarstellung der Akademie der Demokratischen Moderne (ADM) heißt es: „Als Akademie der Demokratischen Moderne sind wir bemüht die Ideen und den Erfahrungsreichtum der Freiheitsbewegung Kurdistans und ihr Paradigma der demokratischen Moderne zu vermitteln. Unsere Publikationstätigkeiten sollen dazu dienen gemeinsame Diskussionen mit Aktivist:innen, Akademiker:innen und verschiedenen anti-systemischen und sozialen Bewegungen anzustoßen, um auf unserer Suche nach radikalen Alternativen zur kapitalistischen Moderne und der Verwirklichung eines freien Lebens voranzuschreiten. Über unsere Bildungsarbeit wollen wir ein neues Verständnis von demokratischer Politik, gesellschaftliche Aufklärung und ein neues politisch-moralisches Bewusstsein schaffen. Einige Dimensionen gesellschaftlicher Fragen, denen wir uns widmen, sind demokratische Autonomie, die Verflechtung von gesellschaftlichen Widerstandslinien, Soziologie der Freiheit, Frauenbefreiung, Jugendautonomie, soziale Ökologie, kommunale Ökonomie und Kunst & Kultur. Durch die Entwicklung von Plattformen und Netzwerken wollen wir zur Stärkung des internationalen Erfahrungsaustausches beitragen und bestehende Kämpfe, im Sinne des demokratischen Weltkonföderalismus, miteinander verflechten. Zur Überwindung der kapitalistischen Moderne bedarf es konkreter lokaler und globaler Institutioneller Alternativen. Wenn es gelingt, demokratische Politik im Alltag auszuweiten – durch Bündnisse, Räte, Kommunen, Kooperativen, Akademien –, wird sich die riesige politische Kraft der Gesellschaft entfalten und für die Lösung gesellschaftlicher Probleme zum Einsatz kommen. In diesem Sinne betrachten wir unsere Aktivitäten als einen Beitrag zur Entfaltung der demokratischen Moderne und des demokratischen Sozialismus.“