HPG: Türkei setzt Chemiewaffenangriffe ununterbrochen fort

Nach HPG-Angaben setzt die türkische Armee bei ihrer Invasion in Südkurdistan weiterhin ununterbrochen chemische Waffen und andere geächtete Kampfmittel ein. Am Mittwoch haben 16 solcher Angriffe auf Guerillatunnel stattgefunden.

Die türkische Armee setzt bei ihrer Invasion in Südkurdistan weiterhin ununterbrochen chemische Waffen und andere geächtete Kampfmittel ein. Das teilt das Pressezentrum der Volksverteidigungskräfte (HPG) in seiner täglich veröffentlichten Übersicht zum Kriegsgeschehen mit:

„Die türkische Besatzerarmee setzt auf feige Weise verbotene Bomben und chemische Waffen gegen die Freiheitsguerilla Kurdistans ein und verletzt damit internationale rechtliche Standards. Gleichzeitig leugnet sie diese Einsätze in einer Form, die jeglicher Ethik widerspricht. Das faschistische AKP/MHP-Regime begeht Kriegsverbrechen, die dokumentiert und belegt sind. Auch wenn das Regime diese Fakten leugnet, wird es zusammen mit seinen Partnern für diese Kriegsverbrechen Rechenschaft ablegen müssen. Um die Weltöffentlichkeit zu täuschen, hat die türkische Armee erklärt, keine verbotenen Kampfstoffe einzusetzen. Allein am 19. Oktober haben jedoch 16 solcher Einsätze in den Tunnelanlagen der Guerilla stattgefunden. Darüber hinaus haben Kampfjets 15 Mal unsere Gebiete bombardiert, 56 Angriffe erfolgten mit Kampfhubschraubern und Dutzende weitere mit Panzern. Die Freiheitsguerilla Kurdistans setzt ihren Widerstand mit großer Willensstärke und Überzeugung fort und ihre Stellungen und Tunnel werden auch in diesem Moment mit verbotenen Bomben und chemischen Waffen angegriffen.“

Weiter teilen die HPG mit, dass drei Soldaten der türkischen Invasionstruppen bei Guerillaaktionen getötet wurden, die Guerilla hat außerdem Kameraüberwachungssysteme zerstört und eine Drohne abgeschossen.

Guerillaaktionen

Wie aus der Übersicht der HPG hervorgeht, hat ein mobiles Guerillateam am Mittwoch in der Zap-Region einen Angriff mit schweren Waffen auf die türkischen Truppen im Gebiet Saca durchgeführt. In Sîda wurde ein Sabotageakt gegen eine türkische Einheit verübt, die eine Überwachungskamera in der Nähe einer Tunnelanlage installieren wollte. Bei der Aktion wurden zwei Soldaten getötet, die Kamera und eine Drohne wurden zerstört.

Am Girê Cûdî wurde am 17. Oktober ein Soldat von einer Sniper-Einheit erschossen, am 19. Oktober erfolgte ein Angriff mit schweren Waffen. Kämpferinnen der YJA Star zerstörten am Mittwoch eine von der türkischen Armee am Girê Amêdî installierte Überwachungskamera.

Angriffe der türkischen Armee

Die von den HPG genannten Angriffe mit verbotenen Bomben und chemischen Waffen richteten sich gegen Guerillastellungen am Girê Amêdî und im Widerstandsgebiet Sîda. In Sîda leitete die türkische Armee zudem nach zwei Einsätzen mit Chemiewaffen Rauch von angezündeten Autoreifen und Plastik in die Şehîd-Agir-Stellung.

Von den Luftangriffen mit Kampfjets waren Gebiete in Metîna und der Zap-Region betroffen, in Çemço im Zap schlugen außerdem Dutzende aus Panzern abgefeuerte Geschosse ein. Die Gebiete Saca, Kurojahro, Girê Hekarî, Girê Cûdî und Girê Amêdî wurden 56 Mal von Hubschraubern angegriffen.

Die türkische Armee versucht weiterhin, Guerillastellungen in Karker mit Baumaschinen einzureißen. Der militärische Straßenbau in den Gebieten Şehîd Fedakar und Girê FM wird fortgesetzt.