Bürgermeisterin von Paris zu Kondolenzbesuch in der Rue d’Enghien

Gut eine Woche nach dem tödlichen Anschlag von Paris hat Bürgermeisterin Anne Hidalgo der kurdischen Gemeinde einen Kondolenzbesuch abgestattet.

Acht Tage nach dem Anschlag in Paris, bei dem Emine Kara (Evîn Goyî), Mehmet Şirin Aydın (Mîr Perwer) und Abdurrahman Kızıl getötet und drei weitere Menschen verletzt wurden, hat die Bürgermeisterin der französischen Hauptstadt, Anne Hidalgo, der kurdischen Gemeinde einen Kondolenzbesuch abgestattet. Begleitet wurde sie dabei von ihrer Amtskollegin im zehnten Pariser Bezirk, Alexandra Cordebard, dem Nuklearphysiker und Vorsitzenden des Kurdischen Instituts, Kendal Nezan, sowie mehreren Pariser Stadtverordneten.


Wir verurteilen und verabscheuen den Anschlag

„Wir teilen Ihren Schmerz und Ihre Trauer und möchten, dass Sie wissen, dass wir Ihnen beistehen“, sagte Hidalgo im Eingangsbereich des ersten Tatorts, dem „Centre Culturel De Kurde Paris Ahmet Kaya“ in der Rue d’Enghien. Paris werde den Kurdinnen und Kurden, die tapfer für ihre Freiheit und gegen den IS kämpften, stets zur Seite stehen. „Der Mut und Widerstand kurdischer Frauen und Männer ist auch für uns bedeutend. Denn der IS hat auch Paris bedroht. Was die Kurden verteidigen, ist Frieden, Einheit, und Freiheit. Das sind Werte, die auch wir teilen und würdigen. Wir verurteilen und verabscheuen den Anschlag“, so Hidalgo.

Für ein würdiges Gedenken

„Wir möchten etwas für Ihre Freunde, die ihr Leben verloren haben, tun, damit sie immer in Erinnerung bleiben“, fuhr die sozialistische Politikerin fort. Gerechtigkeit für die Opfer sei ein zentrales Anliegen der Stadt, so Hidalgo. Sie wolle sich gemeinsam mit Cordebard deshalb mit Nachdruck dafür einsetzen, den Ermordeten ein würdiges Gedenken zu bereiten. „Das möchte ich nicht nur als Stadtoberhaupt, sondern als Freundin Ihres Volkes.“

 

Die Mitglieder der französischen Delegation richteten auch einige persönliche Worte des Beileids an den Vorstand der kurdischen Gemeinde von Paris sowie die Angehörigen der Ermordeten, die sich am Rande des Kondolenzbesuchs an einer Gerechtigkeitswache für die Toten beteiligten. Anschließend besuchten Hidalgo und ihre Begleitung die beiden anderen Tatorte – ein kurdisches Restaurant und ein Barbiershop, der ebenfalls von Kurden betrieben wird.