Friedensmütter: Wir machen weiter, bis wir die Leichen der Gefallenen erhalten

Mütter von Gefallenen protestieren am Grenzübergang Sêmalka und fordern von der südkurdischen PDK die Leichen der von ihr in einem Hinterhalt bei Xelîfan getöteten Guerillakämpfer:innen.

Am Donnerstag versammelten sich Mütter von Gefallenen aus Nordostsyrien am Grenzübergang Sêmalka und protestierten gegen die Demokratische Partei Kurdistans (PDK). Sie fordern die Leichen der Guerillakämpfer:innen Tolhildan Raman und Serdem Cudî. Die beiden stammten aus Rojava und sind in einem Hinterhalt der PDK in Xelîfan getötet worden.


Die Mutter der von Söldnern der türkischen Invasionstruppen in Nordsyrien ermordeten kurdischen Politikerin Hevrîn Xelef, Suad Mistefa, trug im Namen der Frauen eine Erklärung vor und grüßte den Dauerprotest in Sêmalka: „Wir grüßen den Widerstand der Mütter und Familien und werden unsere Aktionen fortsetzen, bis wir die Leichen unserer Gefallenen erhalten. Die PDK hat bereits zweimal verhindert, dass die Friedensmütter nach Südkurdistan gelangen. Wenn sich die Leichen in den Händen des türkischen Faschismus befänden, würden wir nicht fragen, aber sie befinden sich in den Händen unserer Brüder. Sie hätten mit den entsprechenden Riten beigesetzt werden müssen. Die PDK hat versprochen, die Körper der Gefallenen am Samstag zu übergeben. Wir werden hierbleiben, bis wir sie erhalten. Wir werden Widerstand leisten, bis alle Hindernisse für eine kurdische Einheit und das Zusammenleben in allen vier Teilen Kurdistans beseitigt sind."