Zwangsverwalter in Colemêrg ernannt

Nach Nisêbîn und Gever ist auch in Colemêrg an die Stelle der gewählten Bürgermeister ein Zwangsverwalter gesetzt worden. Der Bürgermeister Cihan Karaman (HDP) wurde verhaftet.

In der Türkei werden demokratische Normen in rasantem Tempo abgebaut. In der kurdischen Provinzhauptstadt Colemêrg (Hakkari) ist ein Zwangsverwalter eingesetzt worden. Zuvor war der Ko-Bürgermeister Cihan Karaman (HDP) wegen „Mitgliedschaft“ und „Terrorpropaganda“ verhaftet worden. Ihm wird vorgeworfen, durch die Einrichtung des Modells der Doppelspitze einen „Befehl der Organisation“ befolgt zu haben. An seiner Stelle wurde der türkische Gouverneur Idris Akbıyık als Treuhänder der Stadtverwaltung eingesetzt. Cihan Karaman war am 15. Oktober festgenommen und anschließend inhaftiert worden.

In der Türkei haben am 31. März Kommunalwahlen stattgefunden. Seit August sind in den kurdischen Großstädten Amed (Diyarbakır), Wan (Van), Mêrdîn (Mardin) und jetzt Colemêrg sowie in den Kreisstädten Qereyazi (Karayazı), Pîran (Kulp), Nisêbîn (Nusaybin) und Gever (Yüksekova) Zwangsverwalter eingesetzt worden.