PJAK gedenkt hingerichteten Mai-Gefallenen

Vor zehn Jahren wurden die vier Kurden Farzad Kamangar, Ali Heydarian, Farhad Vakili und Shirin Alamhouli zusammen mit dem Iraner Mehdi Eslamian im Teheraner Evin-Gefängnis hingerichtet. Die ostkurdische Partei PJAK erinnert an sie.

Der Rat der ostkurdischen „Partei für ein freies Leben in Kurdistan“ (Partiya Jiyana Azad a Kurdistanê – PJAK) hat den vor zehn Jahren im Iran hingerichteten politischen Gefangenen gedacht. Die vier Kurd*innen Farzad Kamangar, Ali Heydarian, Farhad Vakili und Shirin Alamhouli wurden zusammen mit dem Iraner Mehdi Eslamian in den frühen Morgenstunden des 9. Mai 2010 im berüchtigten Evin-Gefängnis in Teheran gehängt. Sie alle saßen wegen „Gefährdung der nationalen Sicherheit“ sowie „Feindschaft zu Gott“ im Gefängnis und waren nach unfairen, nur wenige Minuten dauernden Verfahren zum Tode verurteilt worden. Im Gefängnis wurden sie körperlicher Folter und psychologischem Druck ausgesetzt. Keine der Hinrichtungen wurde zuvor angekündigt.

„Der 9. Mai stellt für die Befreiungsbewegung in Ostkurdistan einen Tag dar, der sich gegen den freien Gedanken richtet. An diesem Tag richtete das diktatorische Regime des Iran fünf widerständige Revolutionär*innen ohne einen fairen Prozess hin. Shirin Alamhouli, Farzad Kamangar, Ali Heydarian, Farhad Vakili und Mehdi Eslamian sind für uns Symbole des Kampfes gegen die Diktatur. Unsere Erinnerung an sie wird stets wach bleiben. An ihrem zehnten Todestag gedenken wir ihnen und allen anderen Gefallenen der Gefängnisse mit tiefem Respekt und Dankbarkeit.“

Iran hat eine der höchsten Hinrichtungsraten auf der Welt und zählt zu den Ländern mit den meisten politischen Gefangenen, so der PJAK-Rat. „In Kritikern und Gegnern der Regierung sieht der Iran eine Gefahr für die nationale Sicherheit. Politische Gefangene werden als ‚Feinde Gottes‘ gebrandmarkt und exekutiert. Das Hinrichtungssystem im Iran ist ein Instrument für die Verletzung des Rechts auf ein freies Leben und Angst in der Bevölkerung zu schüren. Das Regime glaubt, mit Hinrichtungen oder Verhaftungen bestehende Probleme zu lösen. Mit Gewalt kann ein Land aber nicht demokratisiert und in die Freiheit entlassen werden. Als PJAK verurteilen wir diese Hinrichtungen und versprechen den Gefallenen, unseren Widerstand fortzusetzen. Todesstrafen und andere Mittel, die uns zum Schweigen bringen sollen, lassen uns unbeeindruckt. Unser Kampf für ein gleichberechtigtes Leben wird weitergehen.“