HPG: 14 Besatzer in Südkurdistan getötet

Bei einem Mehrfrontenangriff am Girê Cûdî sind nach HPG-Angaben elf türkische Soldaten getötet worden. Insgesamt starben bei den jüngeren Aktionen der Guerilla in Südkurdistan 14 Besatzer.

In Südkurdistan sind mindestens vierzehn Angehörige der türkischen Armee von der Guerilla getötet worden. Nach Angaben der Volksverteidigungskräfte (HPG) kamen allein elf der Soldaten am Donnerstag bei einem Mehrfrontenangriff am Girê Cûdî ums Leben. Das Bergmassiv liegt an der strategischen Westfront der Zap-Region, auf die sich der Krieg in den Medya-Verteidigungsgebieten seit geraumer Zeit fokussiert.

Zu den Einzelheiten zum Vorgehen am Girê Cûdî teilen die HPG in einer Bilanz mit, dass der Mehrfrontenangriff mittels der Kombination Infiltration-Überfall-Sniper-Taktik umgesetzt wurde. Zum Einsatz kamen demnach neben Scharfschützengewehren auch andere mittelschwere Waffen und Handgranaten. Die verschiedenen Flügel des Angriffs nahmen Wachposten, mehrere Stellungen und zwei militärische Container ins Visier. Erfasst wurden auch drei Überwachungskameras und ein Artillerieaufklärungsradar. Alle Gerätschaften wurden vollständig zerstört.

Die HPG bezeichnen diese Aktion als „schwere Niederlage“ für das türkische Militär und weisen darauf hin, dass die Armeeführung wie gewohnt das tatsächliche Ausmaß der Verluste vor der Öffentlichkeit verschweige. Lediglich den Tod eines Soldaten bei der Aktion habe Ankara eingeräumt, die Namen der übrigen zehn getöteten Besatzer seien unterschlagen worden, heißt es. Es ist ein immer wiederkehrendes Phänomen, dass Militär und regierungstreue Medien die wahren Verluste verheimlichen und mit Falschmeldungen den Anschein erwecken, die Armee sei im Kampf gegen die Guerilla erfolgreich, um das Meinungsbild zugunsten der Staatspolitik zu beeinflussen.

Weitere Aktionen am Girê Cûdî

Aus der HPG-Bilanz gehen auch Details zu weiteren Aktionen am Girê Cûdî hervor, die bereits am Mittwoch gegen türkische Besatzungstruppen durchgeführt wurden. In einem Fall wurde eine Militärstellung mit schweren Waffen beschossen. Kämpferinnen der Verbände freier Frauen (YJA Star) verhinderten außerdem einen feindlichen Vormarsch und vereitelten Versuche der türkischen Soldaten, neue Stellungen im Umland des Massivs zu errichten. Darüber hinaus wurde ein Soldat bei einer Sniper-Aktion erschossen.

Guerillaartillerie gegen Besatzer in Metîna

In der Metîna-Region schlug die Guerilla ebenfalls zu. Hier konzentrierte sich das Vorgehen gegen feindliche Militärbewegungen auf den Girê Ortê. Am 9. Januar nahmen Kämpferinnen und Kämpfer zweimal mit schwerer Artillerie Besatzer in offenem Gelände ins Visier. Gestern wurden zwei Stellungen erfasst und schwer beschädigt.

Koordinierter Angriff in Xakurke

In Xakurke setzten Einheiten der YJA Star am Donnerstag eine koordinierte Aktion in Girê Şehîd Heqî um. Eingeleitet wurde der Angriff mit Beschuss aus schweren Waffen, daran anschließend wurden Stellungen der Invasionstruppen Ankaras aus dem Nahabstand attackiert. Der zweite Flügel, der sich aus Scharfschützinnen zusammensetzte, flankierte die Aktion aus der Ferne. Den HPG zufolge wurden dabei zwei Soldaten getötet und ebenso viele Militärstellungen beschädigt.

Angriffe der türkischen Armee

Zu den Angriffen der türkischen Armee auf Südkurdistan geht aus der Erklärung hervor, dass das Sîda-Gebiet im Zap am Montag einmal mit unkonventionellen Sprengvorrichtungen bombardiert wurde. Dort versuchten Besatzungstruppen zudem im Zeitraum zwischen dem 7. und 10. Januar mehrfach, Guerillastellungen mit schwerem Baugerät einzureißen. Die HPG erfassten auch Luftangriffe von Kampfflugzeugen, die sich gegen Teile von Metîna, Zap, und Xakurke richteten. Mindestens 16-mal wurden demnach sowohl Guerillagebiete als auch ausgewiesene Siedlungsgebiete zwischen dem 9. und 11. Januar von den Killermaschinen bombardiert. Die HPG erfassten parallel zu dem Luftterror auch zahlreiche Bombardements mit Panzern und Haubitzen.