Besorgnis um Festgenommene in Hewlêr

Vor knapp einer Woche sind der Repräsentant der nordostsyrischen Selbstverwaltung und zwei PYD-Mitglieder am Flughafen von Hewlêr festgenommen worden. Bis heute liegen keine Informationen über ihren Verbleib vor.

Die Vertretungen der PYD und der Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien in Südkurdistan haben auf einer Pressekonferenz in Hewlêr (Erbil) die Freilassung von Cîhad Hesen, Mistefa Osman Xelîl und Mistefa Ezîz Mistê gefordert und Besorgnis über ihren Verbleib geäußert.

„Cîhad Hesen, Repräsentant der Selbstverwaltung in Hewlêr, sowie die PYD-Mitglieder Mistefa Osman Xelîl und Mistefa Ezîz Mistê sind am 10. Juni zum Flughafen in Hewlêr gefahren, um dort Gäste in Empfang zu nehmen. Sie sind von der PDK festgenommen worden. Obwohl seitdem bereits knapp eine Woche vergangen ist, haben wir keinerlei Informationen über ihren Verbleib. Wir machen uns Sorgen über ihr Leben und ihre Sicherheit“, erklärten die Vertreter:innen auf der Pressekonferenz.

In ihrer Erklärung wiesen die Vertreter:innen der Selbstverwaltung und der PYD auf die angespannte Situation in Südkurdistan hin. Die Festnahmen seien darauf angelegt, diplomatische und politische Beziehungen zu verhindern. Damit werde auch den Errungenschaften der Revolution von Rojava geschadet.

„Eine solche Praxis schadet der nationalen Einheit und dient den Feinden der Kurden. Sie nützt vor allem dem türkischen Staat, der Kurdistan besetzen will. In diesem Zusammenhang verurteilen wir das Vorgehen gegen unsere Kollegen und fordern von der PDK ihre sofortige Freilassung. Wir rufen die Regierung Südkurdistans, das Regionalparlament und alle politischen Parteien dazu auf, zu dem Geschehen nicht zu schweigen. Wir hoffen, dass alle mit einem nationalen Bewusstsein verantwortungsvoll agieren“, so die Vertreter:innen der nordostsyrischen Selbstverwaltung und der PYD in Südkurdistan.