Filmstart von „No Friends But The Mountains“ in München

Der Film „No Friends But The Mountains“ begleitet die Reise einer europäischen Friedensdelegation nach Südkurdistan. Die Initiative „Defend Kurdistan“ lud zum Auftakt ins Werkstattkino in München ein.

Am Samstag lud die Initiative „Defend Kurdistan“ zu einer Vorstellung des Films „No Friends But The Mountains“ ins Werkstattkino in München ein. Der Film begleitet die Reise einer europäischen Friedensdelegation im Sommer 2021 nach Südkurdistan und zeigt tiefe Einblicke in die sich zuspitzende politische Situation im Land, im Schatten des bevorstehenden Angriffskrieges der Türkei.


Ein Jahr später touren die zwei Filmschaffenden mit „No Friends But The Mountains “ durch Deutschland. Der Auftakt fand nun in München statt. Anschließend an den Film wurde ein Input über die aktuelle politische Lage in Kurdistan gegeben. Nach der Veranstaltung kamen etliche Besucher:innen zusammen, um gemeinsam den Abend mit Gesprächen ausklingen zu lassen.

Der Film „No Friends But The Mountains“ begleitet die Reise einer europäischen Friedensdelegation nach Südkurdistan. Sie untersuchen die Entwicklungen des sich zuspitzenden Angriffskriegs der türkischen Regierung und wollen das internationale Augenmerk darauf richten.

Inmitten eines drohenden innerkurdischen Konfliktes reisen die Teilnehmenden an historisch und politisch wichtige Schauplätze. Hier lernen sie eine Vielzahl an politischen Vertreter.innen kennen. Darunter Baba Sheikh, das kulturelle Oberhaupt der Ezid:innen, der die Delegation in den heiligen Tempel Lalesh einlädt und Einblicke in die spezielle Rituale möglich macht .

Auch Vertreterinnen der verschiedenen Parteien in Südkurdistan erzählen von der aktuellen Lage und ihren Perspektiven und immer wieder werden die persönlichen Beweggründe der Delegationsteilnehmenden gezeigt.

Der Film dokumentiert auch die Schwierigkeiten, mit denen die Teilnehmenden zu Beginn und während der Reise konfrontiert werden. Teilnehmende dürfen nicht einreisen, es kommt zur Unterbrechung eines Interviews durch Soldaten und die Delegation wird zwei Tage in einem Hotel festgesetzt. Das kann aber den Austausch mit Menschen vor Ort nicht verhindern ‒ die Notwendigkeit dazu ist zu groß.

Zum Ende wird das Geflüchtetencamp „Sharia“ der Ezid:innen besucht. Drei Frauen erzählen eindrücklich ihre Geschichte und fordern Unterstützung aus dem Ausland. Trotz der Hindernisse wird die Deklaration der Delegation „Defend Kurdistan“ landesweit live ausgestrahlt und ein sofortiger Stopp der türkischen Angriffe auf Südkurdistan und der Abzug aller türkischen Truppen und islamistischen Söldner gefordert.

Der Film wird mit kurzem Input zur aktuellen Lage und Möglichkeit zur Diskussion auch an folgenden Orten gezeigt:

27.09. um 19:30 Uhr, Leipzig/Meuterei
28.09. um 20:00 Uhr, Berlin/Mehrgenerationenhaus
30.09. um 20:00 Uhr, Frankfurt a.M./Internationales Zentrum
06.10. um 18:30 Uhr, Saarbrücken/Filmhaus
14.10. um 18:00 Uhr, Halle/Universität
21.10. um 19:30 Uhr, Chemnitz/Lokomov
28.10 um 18:00 Uhr, Wuppertal/Atelier K49
29.10 um 19:00 Uhr, Ingolstadt/Wechselwelten
12.11. um 18:00 Uhr, Wien/Kurdischer Verein