Rojava-Solidaritätskonferenz der Stadtverwaltung von Calenzano

Die Stadtverwaltung der italienischen Stadt Calenzano hat eine Rojava-Solidaritätskonferenz organisiert. Der Bürgermeister von Calenzano, Ricardo Prestini, verurteilt den Krieg in Rojava und fordert ein sofortiges Ende der illegalen Angriffe.

Vergangenen Sonntag fand die Rojava-Solidaritätskonferenz von Calenzano statt. Der Bürgermeister der italienischen Stadt, Ricardo Prestini, verurteilte „den Krieg der Türkei gegen die Völker von Rojava“ scharf und forderte ein „sofortiges Ende dieser illegalen Angriffe“.

Manfredi Sauro von der Gewerkschaft ARCI bezeichnete die türkischen Angriffe als „Krieg gegen Sozialisten“ und beschrieb das Modell Rojava auch als eine Alternative für die Befreiung der europäischen Gesellschaften. „Wir müssen dieses System verteidigen und dürfen es nicht der Gnade des Diktators Erdoğan und seiner Dschihadisten überlassen“, so Sauro. Er forderte einen sofortigen Stopp der Waffenlieferungen an die Türkei und eine Aufkündigung sämtlicher Wirtschaftsbeziehungen zum Erdoğan-Regime.

Erol Aydemir nahm im Namen des Kurdistan-Komitees an der Konferenz teil. „Alle Nationalstaaten, die an diesem niederträchtigen Krieg gegen Rojava teilnehmen, sollen wissen, die Völker von Rojava werden bis zum letzten ihren Kampf auf der Basis des Demokratischen Konföderalismus fortsetzen“, betonte er.

Alican Yıldız vom Kurdischen Roten Halbmond in Italien berichtete von der Vertreibung Hunderttausender Menschen und der Zerstörung ziviler Infrastruktur durch den türkischen Staat. Er verurteilte das Schweigen der westlichen Regierungen zum verbrecherischen Krieg und rief zu Solidarität mit Rojava auf.

Die Redner*innen auf der Konferenz kündigten an, am 15. Februar, dem Jahrestag des internationalen Komplotts gegen Abdullah Öcalan, in Rom für dessen Freilassung zu protestieren.