33 Festnahmen bei Polizeiangriff auf Proteste in Heskîf

Die HDP-Jugend protestierte heute vor Ort gegen die geplante Flutung der historischen Stadt Heskîf (Hasankeyf). Die türkische Polizei griff die Kundgebung an und nahm 33 Menschen fest, darunter eine Journalistin.

Der Jugendrat der Demokratischen Parteider Völker (HDP) von Êlih (Batman) rief heute zu einer Pressekonferenz in der historischen Stadt Heskîf (Hasankeyf) auf. Bereits gestern sollte damit begonnen werden, die uralte Stadt durch den Illisu-Staudamm unter Wasser zu setzen. Die Flutung musste jedoch aufgrund schwerer Regenfälle verschoben werden.

Die Ko-Vorsitzenden des HDP-Provinzverbands von Êlih, Ikram Irgi und Gülcemal Erdinç, versammelten sich heute gemeinsam mit Vertreter*innen des Jugendrats zur Pressekonferenz in Heşkif. Sie wurden sofort von Polizei, Armee und Jandarma gestoppt. Die Aktivist*innen zogen daraufhin zum HDP-Gebäude und wollten dort eine Erklärung abgeben. Die Polizei erklärte die Pressekonferenz aufgrund einer „Entscheidung des Gouverneurs“ für verboten. Als der Jugendrat eine Erklärung gegen das Verbot vortragen wollten, griff die Polizei an. Dabei wurden die Journalistin Sonya Bayık und 32 weitere Menschen aus der HDP geschlagen und festgenommen. Die Polizei versuchte, jegliche Dokumentation zu verhindern und fotografierte die Identitätskarten anwesender Journalist*innen.