Kerkûk: Sechs IS-Mitglieder gefasst – fünf Raketen sichergestellt

Irakische Sicherheitskräfte haben sechs IS-Mitglieder im Gouvernement Kerkûk festgenommen und fünf Raketen sichergestellt. Die Raketen befanden sich bereits abschussbereit auf ihren Startrampen.

Eine mit fünf BM-21-Grad-Raketen ausgestattete IS-Zelle wurde von den irakischen Behörden im südkurdischen Kerkûk am Montag ausgehoben. Die Raketen befanden sich bereits abschussbereit auf ihren Startrampen. Sie sollten offenbar gegen die achte Division der irakischen Armee in Kerkûk abgefeuert werden. Bei der Operation konnten sechs Mitglieder des sogenannten „Islamischen Staats“ (IS) festgenommen werden. Nach Angaben der irakischen Sicherheitsbehörden räumten sie im Verhör die Beteiligung an mehreren Angriffen auf Sicherheitsbehörden und Zivilbevölkerung ein.

Bisher wurden meist schiitische Milizen unter iranischer Kontrolle für die häufigen Raketenangriffe auf militärische Einrichtungen im Irak verantwortlich gemacht. Der IS könnte allerdings durchaus ein Interesse an einer Eskalation der Konfrontation zwischen den USA und dem Iran haben. Unter diesem Aspekt hatten Analyst:innen bereits immer wieder die Raketenangriffe auf US-Einrichtungen auch mit dem IS in Verbindung gebracht.