QSD deklarieren Sieg über den IS: Der Kampf geht weiter

Die QSD haben mit einer Zeremonie in Deir ez-Zor den Sieg über die islamistische Terrororganisation IS erklärt. 11.000 Kämpferinnen und Kämpfer sind im Krieg gegen die Dschihadisten gefallen.

Die Demokratischen Kräfte Syriens (QSD) haben in einer langwierigen Operation die letzte IS-Bastion al-Bagouz befreit und damit die Existenz der Terrormiliz in Syrien beendet. In den Morgenstunden wurde als Zeichen des Sieges die QSD-Fahne an der syrisch-irakischen Grenze gesetzt.

Nachmittags fand eine Siegeszeremonie in Deir ez-Zor statt, an der neben den verschiedenen Kampfverbänden der QSD Kriegsversehrte, Angehörige von Gefallenen und Persönlichkeiten aus der kurdischen und arabischen Gesellschaft teilnahmen. Außerdem anwesend waren Vertreterinnen und Vertreter der Autonomieverwaltung Nord- und Ostsyrien sowie der internationalen Koalition gegen den IS. Der Festplatz war mit Bildern von Gefallenen und QSD-Fahnen geschmückt.

Der QSD-Kommandant Mazlum Ebdi erklärte in einer Ansprache, dass der Kampf gegen dschihadistische Gruppierungen mit dem Sieg in al-Bagouz in eine neue Phase getreten sei. 52.000 Quadratkilometer in Syrien sind laut Ebdi von der IS-Herrschaft befreit worden. In diesem Kampf sind 11.000 Menschen gefallen, 21.000 Kämpferinnen und Kämpfer wurden verletzt.

Die Niederlage des IS begann in Kobanê

Der QSD-Kommandant erklärte weiter, dass mit der Einnahme von al-Bagouz die Territorialherrschaft des IS beendet ist. „Der Beginn dieser Niederlage des IS hat im Kampf um Kobanê stattgefunden. Grundlage des heutigen Sieges sind unsere Prinzipien einer demokratischen Nation, der Geschlechterbefreiung, des Zusammenlebens und der Geschwisterlichkeit der Völker.“ Für diesen Kampf seien Menschen aus verschiedenen Völkern der Region und aus der ganzen Welt zusammengekommen, so Ebdi.

Weiter verwies Mazlum Ebdi auf die nach wie vor bestehenden Schläferzellen des IS. Die dschihadistische Mentalität stelle weiterhin eine Gefahr dar, der Kampf werde daher koordiniert mit den Kräften der Anti-IS-Koalition weitergehen.