Militärrat der Suryoye gibt Erklärung zu türkischen Drohungen ab

Der MFS gab eine Erklärung zu den Angriffsdrohungen der Türkei gegenüber Nord- und Ostsyrien ab und kündigte Widerstand an.

Der Militärrat der Suryoye (MFS) kündigte in einer Erklärung Widerstand gegen jede türkische Invasion der Region an und rief die internationale Koalition als Alliierte im Kampf gegen den Terror dazu auf, ihre Rolle beim Schutz der Völker Nord- und Ostsyriens wahrzunehmen. Weiter heißt es:

Gefahr durch IS und al-Qaida ist noch nicht vorbei

„Die Gefahr, die durch den IS und al-Qaida, beide durch die Türkei gestützt, ausgeht, ist noch nicht vorbei. Diese Terrorgruppen dringen nach Nord- und Ostsyrien vor und versuchen Gelegenheiten zu finden, Christen, Eziden, Kurden und Angehörige der anderen religiösen und ethnischen Identitäten zu ermorden. Als MFS haben wir beim Schutz der Christen in der Region vor radikalen Terrorgruppen und im Kampf in den Reihen der Demokratischen Kräfte Syriens (QSD) viele Gefallene gehabt. Unsere größte Verantwortung und Aufgabe ist es, gemeinsam mit dem kurdischen und dem arabischen Volk Widerstand gegen den Terror zu leisten.

Respekt vor jeder Identität und Konfession

Unsere Beteiligung an den QSD hat die Einheit der Suryoye mit den kurdischen und arabischen Völkern gestärkt. Wir drücken hiermit unseren grenzenlosen Respekt für jede Identität und jede Konfession in der Region aus.

Internationale Koalition muss ihrer Verantwortung gerecht werden

Wir rufen die internationale Koalition, die mit uns gemeinsam gegen den IS gekämpft hat, auf, die Sicherheit des kurdischen, arabischen, aramäischen, ezidischen, armenischen und turkmenischen Volks bzw. ihrer Religionen zu garantieren und so ihrer Verantwortung gerecht zu werden.

Das, was in Efrîn geschehen ist, zeigt deutlich, was die Völker der Region bei einer möglichen Besatzung erwartet. Die Städte werden geplündert und die aus Sicht der Banden ‚Ungläubigen‘ werden ermordet.

Gefahr eines Massakers wie in Efrîn droht

In Nord- und Ostsyrien leben etwa 100.000 Suryoye. Wenn sich die internationale Koalition zurückzieht, schweben die Christen in der Region in großer Gefahr. Wir haben das Weihnachtsfest in Freiheit gefeiert. Aber bei einer möglichen türkischen Besatzung werden all unsere heiligen Orte dem Erdboden gleichgemacht.

Trotz der aktuellen Stärke der QSD haben wir keine Möglichkeiten, etwaigen Luftangriffen entsprechendes entgegenzusetzen. Die internationale Koalition und die UN müssen die Völker der Region vor einem Massaker wie in Efrîn schützen. Wir werden die Region durch unseren Kampf vollständig vom IS säubern.

Unsere Kräfte bekämpfen zusammen mit der internationalen Koalition an vorderster Front den Faschismus. Wir können hier eine Grenze zum Faschismus und zur Diktatur ziehen. So wie sich der Kampf unseres Volkes für Demokratie und Gleichheit und gegen die Diktatur nicht behindern lassen wird, so dürfen unsere Völker nicht dem Massaker überlassen werden.

Unsere Gefallenen haben ihr Leben für den Schutz unseres Glaubens und die Völker Syriens geopfert. Wir alle stehen in der Schuld der Gefallenen. Nun ist die Zeit der christlichen Staaten und Kirchen gekommen, die Christen in Syrien vor möglichen Massakern zu schützen.“