HPG-Kämpfer bei Nacht und Nebel beigesetzt

Die gefallenen HPG-Kämpfer Mervan Abi und Kurban Pehlivan sind bei Nacht und Nebel unter Polizeiblockade beigesetzt worden.

Der Guerillakämpfer Mervan Abi (Kendal Umut) ist am 14. Juni am Berg Reşkê in der Provinz Colemêrg (türk. Hakkari) bei einem Gefecht mit der türkischen Armee gefallen. Sieben Monate ließen die Behörden die Familie auf die Ergebnisse der DNA-Untersuchung warten. Abi war bereits von den Behörden auf dem Friedhof für Personen ohne Angehörige in Colemêrg in einem anonymen Grab bestattet worden und musste im Schneegestöber exhumiert werden. Seine Leiche wurde bei Nacht und Nebel im kleinsten Kreise der Angehörigen in Rêya Armûsê (Ipekyolu) in der Provinz Wan (Van) beigesetzt.

Kurban Pehlivan bei Bêdlîs beigesetzt

Der HPG-Kämpfer Kurban Pehlivan war bei einer Militäroperation vom 10.–11. Januar 2021 bei Bêdlîs (Bitlis) getötet worden. Seine Leiche wurde seiner Familie übergeben und in das Dorf Pulur (Gümüşpınar) in der Provinz Bêdlîs überführt. Der Kämpfer wurde unter Polizeiblockade und Ausschluss der Öffentlichkeit beigesetzt.

Leichen der Guerillakämpfer als Mittel der psychologischen Kriegsführung

Die Furcht vor der Wirkung der Guerillakämpfer*innen ist selbst nach ihrem Tod so groß, dass der türkische Staat die Familien schikaniert, die Leichen nicht herausgibt und wenn doch, sie meist nachts im kleinsten Kreise unter massiver Polizeiblockade beisetzen lässt. Immer wieder werden Leichname der Gefallenen geschändet und verstümmelt. Der Umgang mit den gefallenen Guerillakämpfer*innen ist zum Schlachtfeld der türkischen psychologischen Kriegsführung geworden.