TJA: Kampf gegen Frauenmorde ausweiten

Nach dem Mord an Kübra Oğur durch ihren Ehemann hat die Freie Frauenbewegung (TJA) in Êlih (Batman) die Ausweitung des Kampfes gegen Gewalt an Frauen angekündigt.

Die Freie Frauenbewegung (TJA) hat nach dem Mord an einer 24-jährigen Frau, die sich von dem Täter scheiden lassen wollte, in Êlih eine Presseerklärung abgegeben. Kübra Oğur war Mutter eines Kindes und wurde von ihrem Ehemann Bilal Oğur ermordet.

Die TJA-Aktivistinnen, darunter die HDP-Abgeordneten Feleknaz Uca und Ayşe Acar Başaran, kamen vor der HDP-Zentrale in Êlih zusammen, um gegen den Mord zu protestieren. Ayşe Acar Başaran hielt eine kurze Ansprache, in der sie auf die Fälle von Gewalt an Frauen in der letzten Zeit verwies. Allein im Juli seien 47 Frauen in der Türkei von Männern ermordet worden, erklärte die HDP-Abgeordnete: „Vor wenigen Tagen wurde Kübra Oğur ermordet, weil sie sich scheiden lassen wollte. Wir werden den Prozess gegen den Täter beobachten und weiter dafür kämpfen, dass die Frauenmorde aufhören.“

Die TJA-Aktivistin Derya Aslan sagte anschließend: „Solange die Gewaltausübung gegen eine Frau nicht mit einem Mord endet, taucht sie in den Medien nicht auf. Wir wissen jedoch, dass es unzählige Fälle psychischer und physischer Gewalt gibt, von denen wir nichts erfahren. Gewalt findet sich allen Bereichen des Lebens wieder. Als kämpfenden Frauen ist uns bewusst, dass hinter den systematischen Morden, die Männer an Frauen begehen, die frauenfeindliche Politik der Regierung der vergangenen 16 Jahre steht. Gewalt an Frauen wird in allen Lebensbereichen durch die sexistischen Aussagen der Herrschenden legitimiert. Als TJA verurteilen wir diese Gewalt und erklären ein weiteres Mal, dass wir unseren Kampf gegen Frauenmorde und Kindesmissbrauch ausweiten werden.“

Die Aktion endete nach den Redebeiträgen mit der Parole „Jin Jiyan Azadî – Frauen Leben Freiheit“.