JXK-Aktion gegen Femizide in der Türkei und weltweit

Aktivistinnen des Studierendenverbands JXK haben in Mainz gegen Femizide in der Türkei und weltweit protestiert.

Aktivistinnen des Studierendenverbands JXK haben in Mainz gegen Femizide protestiert. „Tagtäglich werden Frauen auf der ganzen Welt ermordet oder erleben männliche Gewalt. In der Türkei finden jeden Tag bis zu drei Femizide statt“, erklärten die Mainzer Aktivistinnen und machten die türkische Regierungspolitik für die zunehmende frauenfeindliche Gewalt verantwortlich. Gewalttäter gingen oftmals straffrei aus, zurzeit stehe sogar die Annullierung der Istanbul-Konvention gegen Gewalt an Frauen zur Debatte.

Um darauf aufmerksam zu machen, wurden die Namen von Frauen genannt, die in letzten Wochen von ihren Ehemännern, Freunden oder Ex-Partnern ermordet worden sind. Die Aktivistinnen hielten dabei Fotos der Frauen in den Händen und erklärten: „Mit der Ideologie des Patriarchats wird daran gestrickt, Gewalt gegen Frauen zu institutionalisieren und die Gewaltkultur zu vertiefen. Als JXK sagen wir Stopp zu Femiziden, Feminiziden und Vergewaltigungen. Gewalt gegen die Frauen muss auf der ganzen Welt ein Ende nehmen!“

Die Aktion stieß auf reges Interesse und es entwickelten sich Gespräche zwischen den Aktivistinnen und Passant*innen.

JXK – Studierende Frauen aus Kurdistan

Die JXK (Jinên Xwendekar ên Kurdistan – Studierende Frauen aus Kurdistan) ist die autonome Frauenorganisierung des Verbands der Studierenden aus Kurdistan (YXK). In ihr organisieren sich Schülerinnen, Studentinnen, Auszubildende und Arbeiterinnen, die sich politisch und feministisch engagieren. Ziel der JXK ist eine basisdemokratische, ökologische, ökonomisch gerechte und geschlechterbefreite Gesellschaft. Die Organisation sieht sich als Teil der kurdischen Frauenbewegung. In ihrem Selbstverständnis heißt es: „Als in der Diaspora lebende kurdische Frauen sehen wir uns nicht nur mit patriarchalen und kapitalistischen Verhältnissen konfrontiert, sondern auch mit einer starken Assimilierung und Kriminalisierung unserer vielschichtigen Identitäten.“ Die JXK ist offen für alle Frauen, „die sich unserem Kampf gegen das Patriarchat anschließen möchten.“