Halle: Zündfähige Bombe bei Rechtsextremisten entdeckt

In der Wohnung eines Rechtsextremisten in Halle wurde eine zündfähige Bombe entdeckt. Die Polizei hatte seine Wohnung durchsucht, nachdem er rassistische Parolen gerufen und Menschen mit einer Gewehrattrappe bedroht hat.

Rechtsextremismus

Halle ist für viele Menschen mit rassistischem und antisemitischem Terror verbunden. Die Erinnerungen an den Versuch eines Neonazis am 9. Oktober 2019, ein Massaker in der Synagoge von Halle zu verüben, sind noch frisch. Damals versperrte die Tür der Synagoge dem Täter sein Eindringen, stattdessen erschoss er anschließend eine Passantin und einen jungen Mann in einem Döner-Imbiss. Der Täter wurde gestellt und inhaftiert. Doch nun zeigt ein Bombenfund die weiter fortbestehende Gefahr rassistischen und antisemitischen Terrors.

Der bekannte Rassist Rüdiger S. beleidigte Nachbar:innen von seinem Fenster aus und bedrohte sie mit einer Gewehrattrappe. Bei der anschließenden Durchsuchung der Wohnung des polizeibekannten Rechtsextremisten wurde eine zündfähige Bombe gefunden. Bisher liegen noch keine Angaben über die Dimension des Sprengsatzes vor. Der 36-Jährige wurde festgenommen und wegen „Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat“ inhaftiert.