Flutung von Heskîf bedroht Siedlungsgebiete

Ohne Vorwarnung hat vor drei Wochen mit der Aufstauung des umstrittenen Ilisu-Staudamm-Reservoirs in der 12.000 Jahre alten Kulturstätte Hasankeyf begonnen. Mehrere Dörfer in der Region sind akut von den Wassermassen bedroht.

Ohne Vorwarnung haben die türkischen Behörden vor mehr als drei Wochen die Aufstauung des umstrittenen Ilisu-Staudamm-Reservoirs in der 12.000 Jahre alten Kulturstätte Heskîf (türkisch: Hasankeyf, Provinz Êlih/Batman) eingeleitet. Für die im Tigris-Tal lebenden und verkehrenden Menschen bedeutet die Flutung Lebensgefahr. Im Dorf Kelekçi hat das Wasser bereits die Häuser der Bewohner*innen erreicht. Enorme Wasserschäden sind die Folge, wie aktuelle Bilder der Nachrichtenagentur Mezopotamya (MA) zeigen.

Doch auch Dörfer in niedriger Höhenlage an der Grenze zur benachbarten Provinz Sêrt (Siirt) sind von der Flutung des Staudamms betroffen.