YPG gratulieren zu neun Jahren Rojava-Revolution

Anlässlich neun Jahren Revolution in Rojava gratulieren die YPG den Völkern Nord- und Ostsyriens zum Jubiläum und bekräftigen, an ihrem Widerstand für die Befreiung von Efrîn, Serêkaniyê und Girê Spî festzuhalten.

„Die auf dem Paradigma von Frauenbefreiung, Ökologie und Demokratie beruhende Revolution vom 19. Juli geht auch in ihrem neunten Jahr wegbereitend vor und bleibt eine Quelle der Hoffnung für die nach Freiheit strebenden Völker auf der ganzen Welt. Trotz der Angriffe reaktionärer und kolonialistischer Mentalitäten stehen die Gemeinschaften in Rojava zu ihrer Revolution, die mit jedem Tag mehr auf Grundlage ihres Prinzips der demokratischen Nation zu einer echten Lösungsalternative für die Krisen im Nahen und Mittleren Osten wird.” – Mit diesen Worten leitet die Generalkommandantur der Volksverteidigungseinheiten (ku. Yekîneyên Parastina Gel, YPG) ihre Botschaft anlässlich des bevorstehenden Jahrestags der Revolution von Rojava ein.

Am 19. Juli 2012 begann in Kobanê die Revolution von Rojava (Westkurdistan/Nordsyrien). Unter der Initiative des Volksrats Westkurdistan (MGRK) entmachtete die Bevölkerung das syrische Baath-Regime. Seitdem wird in Rojava die Demokratische Autonomie - eine nicht-staatliche Selbstverwaltung durch basisdemokratische Räte – praktiziert. Frauenorganisierung, Quotenregelungen und Ko-Vorsitze aus Frauen und Männern stellen in allen Institutionen die Gleichberechtigung der Geschlechter her und lösen patriarchale Strukturen auf. In der Selbstverwaltung sind alle Ethnien und Religionen gleichberechtigt. Mit dem Aufbau von Kooperativen wird ein gebrauchswert-orientiertes, anti-kapitalistisches Wirtschaftsmodell angestrebt.

Revolution erforderte einen hohen Preis

Weiter heißt es in der YPG-Erklärung: „Seit der Revolution vom 19. Juli findet ein Widerstand historischen Ausmaßes gegen die reaktionäre IS-Mentalität und den Besatzerstaat Türkei statt. Doch wie alle revolutionären Erfahrungen erforderte auch der Umbruch in Rojava und dessen Verteidigung einen hohen Preis und das Blut der vielen selbstlosen Gefallenen. Und auch heute setzen sich die Angriffe fortschrittsfeindlicher Besatzer fort. Trotz dem Ende seiner Territorialherrschaft setzt der IS seine terroristischen Aktivitäten fort, um die Region zu destabilisieren. Der türkische Besatzerstaat als Partner des IS hält an seinen Angriffen ebenfalls fest, um seine Terroristen zu rächen. Selbst unter diesen Bedingungen schützt die Bevölkerung der Region ihre demokratischen und freiheitlichen Errungenschaften trotz weiterer Opfer.

Besonderer Dank gilt Ideengeber der Revolution

Als YPG bekräftigen wir unser Versprechen, die Revolution von Rojava und unsere Völker weiterhin zu verteidigen. Wir versprechen, die Ideale und Wünsche unserer gefallenen Weggefährt:innen zu erfüllen und ihre Kämpfe mit einem freien und demokratischen Land zu krönen. Wir geben unser Wort, unsere Städte Efrîn, Serêkaniyê und Girê Spî aus den Fängen der Besatzung zu retten. Anlässlich unseres Gründungsjubiläums, das sich ebenfalls am 19. Juli jährt, widmen wir die Revolution von Rojava an erster Stelle dem Repräsentanten des kurdischen Volkes, Abdullah Öcalan, unseren Gefallenen und unseren Völkern.”