Vier Tote bei IS-Angriff in Şedadê, Verletzte in Minbic

Bei einem IS-Anschlag in Şedadê sind vier Mitglieder der Selbstverteidigungskräfte getötet worden, in Minbic wurden zwei Zivilist:innen durch Beschuss pro-türkischer Söldner verletzt.

Opfer Mitglieder der Erka Xweparastin

Bei einem Angriff der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) sind in Şedadê (asch-Schaddadi) vier Mitglieder der Selbstverteidigungskräfte HXP (Erka Xweparastin) getötet worden. Die Einheit befand sich nach Angaben der Demokratischen Kräfte Syriens (QSD) auf Patrouillenfahrt in einem Dorf im Osten der südlich von Hesekê gelegenen Stadt, als ein Anschlag auf ihr Fahrzeug verübt wurde. Die sofort eingeleitete Fahndung nach den geflüchteten IS-Terroristen verlief bisher ohne Erfolg.

Derweil wurden aus Minbic (Manbidsch) zwei Verletzte im Zuge mehrerer Bombardements durch die türkische Armee und ihre Proxy-Truppe „Syrische Nationalarmee“ (SNA) gemeldet. Laut dem Militärrat des von einer Invasion der Türkei und ihren Verbündeten bedrohten Kantons nahmen Besatzer die Dörfer Jeb Makhzum und Jablat al-Hamrah unter Artilleriefeuer. Eine 23-jährige Frau und ein 48 Jahre alter Mann kamen mit Verletzungen in ein Krankenhaus.

Der Kanton Minbic sieht sich derzeit massiven Angriffen aus der türkisch-dschihadistischen Besatzungszone ausgesetzt. SNA-Söldner attackieren die Region sowohl aus dem Norden als auch aus West und Süd. Mehrere Versuche der Angreifer, Minbic zu überrennen, scheiterten bisher am hartnäckigen Widerstand des Militärrats und anderer Mitgliedsverbände der QSD.

Foto: Kämpfer mit Fahne der Erka Xweparastin, auch „Hêzên Xweparastinê“ (kurz HXP) © ANHA / Archivbild