Ticker II: Türkische Angriffe auf Nordsyrien

Die türkische Armee greift Nordsyrien an. Wir berichten im Liveticker.

13. Oktober 2019

00.25 Uhr: Die in Nordostsyrien ansässige Nachrichtenagentur NPA meldet schweren Beschuss der Stadt Tel Rifat (Tall Rifaat) im nordsyrischen Kanton Şehba durch die türkische Armee.


12. Oktober 2019

23.36 Uhr: Die türkische Luftwaffe bombardiert die Innen- und Außenbezirke von Serêkaniyê (Ras al-Ain). Vor wenigen Minuten haben sich auch wieder die Kämpfe im Industriegebiet östlich der Stadt intensiviert.


21.16 Uhr: Die Zeitung „Yeni Şafak“, das Sprachrohr der türkischen AKP-Regierung, berichtet von der Hinrichtung der Politikerin Havrin Khalaf durch dschihadistische Sölder der Türkei, es sei eine „erfolgreiche Operation“ gewesen.


20.50 Uhr: Kampfflugzeuge der türkischen Luftwaffe kreisen über Qamişlo.


20.37 Uhr: Bei den heutigen Kämpfen um Serêkaniyê (Ras al-Ain) sind nach bisherigem Stand 75 türkische Soldaten ums Leben gekommen. 19 weitere wurden verletzt. Außerdem wurden zwei Fahrzeuge mit aufmontierter Flugabwehrkanone und sieben gepanzerte Fahrzeuge zerstört. In Serêkaniyê kommt es seit Stunden zu heftigen Häuserkämpfen.


20.16 Uhr: In das Krankenhaus Lêgerîn in der Ortschaft Tell Tamer (nördlich von Hesekê) wurden nach den heutigen Angriffen bisher acht Tote und 46 Verletzte aus Serêkaniyê (Ras al-Ain) und Umgebung eingeliefert.


19.59 Uhr: Nach Angaben des Elektrizitätswerks von Hesekê ist die Stromversorgung in Qamişlo nach einem Bombardement der türksichen Armee zusammengebrochen.


19.11 Uhr: Der Demokratische Syrienrat (MSD) erklärt zum Tod von Havrin Khalaf, der Generalsekretärin der Zukunftspartei Syriens: „Sie wurde bei einem von der Türkei unterstützten Angriff aus ihrem Fahrzeug gezerrt und von einer protürkischen Söldnerfraktion auf dem Verkehrsweg zwischen Qamişlo und Minbic hingerichtet.”

In einem Video, in dem dschihadistische Milizionäre zu erkennen sind, die am zerschossenen Fahrzeug der Politikerin stehen, ist im Hintergrund eine weibliche Stimme (höchstwahrscheinlich Havrin Khalaf) zu hören, die sagt: „Er ist der Fahrer der Partei.”


19.01 Uhr: Die Präsidentin der Parlamentarischen Versammlung des Europarates (PACE), Liliane Maury Pasquier, hat die Türkei aufgefordert, ihre militärische Intervention in Nordsyrien zu beenden: „Diese Intervention birgt das Risiko großer Spannungen, die humanitären Folgen für die Bevölkerung der Region sind katastrophal, und ich bedaure den Verlust von Menschenleben.”


18.52 Uhr: Nach Angaben von Jamila Hama vom Kurdischen Roten Halbmond (Heyva Sor a Kurd) ist das Roj-Krankenhaus in Serêkaniyê (Ras al-Ain) durch die heutigen Luftangriffe der türksichen Armee vollständig zerstört worden. Die medizinische Versorgung von Kranken und Verletzten ist somit nicht mehr möglich.


20.23 Uhr UPDATE: Wir korrigieren: Bei dem Angriff auf Dêrik schlugen aus der Türkei abgefeuerte Granaten im Dorf Pirkê ein. Bei dem getöteten Zivilisten handelt es sich um den Kurden Xelîl Seîd Hemkê. Der Assyrer Dani Hena wird in einem Krankenhaus behandelt.

18.44 Uhr: Bei Artillerieangriffen auf Ain Diwar bei Dêrik (al-Malikiya) ist ein Zivilist ums Leben gekommen, ein weiterer wurde verletzt. Es handelt sich um christliche Bewohner des Dorfes. In der Gemeinde Dirbêsiyê (al-Darbasiyah) nahe Amûdê schlagen Mörsergranaten ein. 


18.27 Uhr: Die türkisch-dschihadistische Armee versucht über das Industriegebiet in Serêkaniyê einzudringen. QSD-Kämpfer*innen haben dort ein Panzerfahrzeug zerstört. Ein Angriffsversuch auf QSD-Posten in Tell Halaf wurde zurückgeschlagen. Im Süden und Osten der Stadt sind unterdessen erneut heftige Gefechte ausgebrochen. Neben Artillerieangriffen auf Serêkaniyê kreisen türkische Kampfjets über der Stadt.  


17.49 Uhr: Die „Syrische Nationalarmee“ des Nato-Partners Türkei begeht Kriegsverbrechen in Rojava: 


17.38 Uhr: Videoaufnahmen zeigen die aus dschihadistischen Milizionären bestehende Proxy-Armee des Nato-Partners Türkei am Fahrzeug der getöteten Generalsekretärin der Zukunftspartei Syriens, Havrin Khalaf.


17.29 Uhr: Die Generalsekretärin der Syrischen Zukunftspartei Havrin Khalaf ist heute bei einem türkisch-dschihadistischen Angriff in Qamişlo ums Leben gekommen. Uns haben Bilder ihres zerschossenen Fahrzeugs erreicht.


17.17 Uhr: Nach einem Dringlichkeitstreffen zur türkischen Invasion in Rojava haben die arabischen Stämme aus Tabqa erneut ihre Bereitschaft bekundet, „mit dem Geist der Mobilisierung Widerstand gegen die Besatzung“ zu leisten.


17.12 Uhr: Das Büro für Flüchtlingshilfe und Migration der Autonomen Selbstverwaltung fordert Soforthilfe für die Menschen in Nordostsyrien, die aufgrund der Bombenangriffe des türkischen Staates auf zivile Lebensräume nach Hesekê fliehen müssen.


17.08 Uhr: Die türkische Armee hat in Qamişlo das Weizensilo im Stadtteil Qinat El-Siwês bombardiert.


16.15 Uhr: Erklärung des QSD-Kommandanten Rêdûr Xelîl: Wir bitten die Internationale Koalition nicht, mit uns zu kämpfen. Aber sie sollte ihr Versprechen einhalten und eine Flugverbotszone schaffen. Wir werden unseren Kampf fortsetzen. Der türkische Staat kann den Beginn des Krieges bestimmen, aber nicht das Ende.

+ Bisher wurden 45 unserer Kämpfer*innen getötet.

+ Der türkische Staat will nicht nur das Gebiet zwischen Girê Spî (Tall Abyad) und Serêkaniyê besetzen, sondern ganz Nordsyrien.

+ Im Moment steht Serêkaniyê unter der Kontrolle unserer Kräfte.

+ Die Sicherung von Gefängnissen mit IS-Mitgliedern hat für uns keine Priorität. Der IS ist kein inneres Problem Nord- und Ostsyriens. Die Welt kann sich um dieses Problem kümmern, wenn es ihr tatsächlich wichtig ist.


15:52 Uhr: Für die Türkei soll es keine neuen Genehmigungen für Rüstungsgüter geben - das sagte Bundesaußenminister Heiko Maas der „Bild am Sonntag”. Das Auswärtige Amt hat dies dem ZDF bestätigt.


15.26 Uhr: Das Pressezentrum der Demokratischen Kräfte Syriens (QSD) hat eine Bilanz der Kriegshandlungen vom 11. Oktober veröffentlicht. Am dritten Tag des Angriffskrieges der Türkei in Nordsyrien wurden nach QSD-Angaben 118 islamistische Söldner getötet. 23 Kämpfer*innen der QSD sind gefallen.


15.26 Uhr: Der Kurdische Rote Halbmond (Heyva Sor a Kurd) ist südlich von Serêkaniyê (Ras al-Ain) im Dorf Salihiya von der türkischen Luftwaffe bombardiert worden. Vier Menschen wurden verletzt, zwei Rettungsfahrzeuge zerstört.


15.10 Uhr: Sechs QSD-Kämpfer, drei Angehörige der Inneren Sicherheit und eine YPJ-Kämpferin, die im Kampf gegen die türkische Armee bei der Verteidigung von Rojava gefallen sind, wurden in Til Temir (Tell Tamer) beigesetzt.


14.49 Uhr: Fotos: Ein Kontrollposten auf dem internationalen Verkehrsweg M4, der heute von den Demokratischen Kräften Syriens (QSD) zurückgewonnen wurde. Die Türkei und ihre islamistischen Partner behaupten weiterhin, die Straße zu kontrollieren.


14.36 Uhr: Die Generalkommandantur der Demokratischen Kräfte Syriens (QSD) wird um 17.00 Uhr Ortszeit (16.00 Uhr MEZ) eine kritische Erklärung abgeben.


14.13 Uhr: Die türkische Armee bombardiert das Stadtzentrum von Girê Spî (Tall Abyad) mit Panzern und Artilleriegeschützen. Die Sicherheit Tausender Menschen ist akut gefährdet.


14.04 Uhr: 70 britische Abgeordnete fordern die sofortige Einstellung des Angriffskrieges gegen Nord- und Ostsyrien. In einer Erklärung weisen die Parlamentarier*innen auf Erdoğans Pläne hin, eine ethnische Säuberung der Region durchzuführen und unterstreichen, dass die Türkei bei ihrem Völkerrechtsbruch von dschihadistischen Söldern unterstützt wird.


13.36 Uhr: Wie der Journalist Bahtiyar Umut berichtet, bestehen in den Gefängnissen im Nordosten Syriens schwerwiegende Sicherheitsprobleme. Inhaftierte IS-Terroristen versuchen immer wieder auszubrechen. Fünf von ihnen konnten am Freitag während eines türkischen Beschusses aus einem Gefängnis in Qamişlo fliehen.


12.35 Uhr: Nach Angaben des QSD-Pressezentrums konnte die Kontrolle über den internationalen Verkehrsweg M4 zurückgewonnen werden. Die Straße war gestern von islamistischen Söldnern der türkischen Armee eingenommen worden.


12.15 Uhr: Die Generalsekretärin der Syrischen Zukunftspartei, Havrin Khalaf, ist bei einem Angriff der türkischen Armee und ihren islamistischen Hilfstruppen auf den Kanton Hesekê ums Leben gekommen.


12.03 Uhr: ANF-Korrespondent Ersin Çaksu dementiert aus Sêrekaniyê Berichte türkischer Medien über die Einnahme der umkämpften Stadt in Nordsyrien.


11.46 Uhr: Bei der Bombardierung einer Bäckerei in Qamişlo sind zwei Zivilisten ums Leben gekommen, sechs weitere wurden verletzt.


11.22 Uhr: Der MSD-Vorsitzende Riyad Dirar ist mit einer Abordnung nach Kairo gereist, um mit dem ägyptischen Außenminister Sameh Shoukry über die Haltung der arabischen Länder zu sprechen. Wie aus diplomatischen Kreisen verlautbar wurde, ist nach dem Treffen mit Shoukry eine Dringlichkeitssitzung der Arabischen Liga zu erwarten, an der auch die MSD-Delegation teilnehmen wird.


11.05 Uhr: Der PDK-Vorsitzende Mesut Barzani fordert von allen Seiten konkrete Maßnahmen, um den Krieg in Rojava zu stoppen, die Zivilbevölkerung zu schützen und eine forcierte Veränderung der demografischen Struktur zu verhindern.


10.58 Uhr: In der Türkei wird jede Kritik an der Invasion in Nordsyrien unterdrückt. Straßenproteste werden gewaltsam verhindert, auf Äußerungen in den sozialen Medien erfolgen Hausdurchsuchungen und Festnahmen. In Şirnex (Şırnak) wurden heute Morgen fünf Personen in ihren Wohnungen festgenommen.


10.36 Uhr: Die Türkei verlegt weitere Truppen ins Kampfgebiet an der Grenze. Vergangene Nacht sind islamistische Söldner nach Kaniya Xezalan (Akçakale, Provinz Riha/Urfa) gebracht worden, heute Morgen wurden sie mit gepanzerten Fahrzeugen in den Osten von Girê Spî (Tall Abyad) transportiert.


10.25 Uhr: Die Besatzungstruppen bombardieren das zivile Krankenhaus im Zentrum von Sêrekaniyê aus der Luft und vom Boden.


09.39 Uhr: Der Marktplatz im Viertel Ronahî in Sêrekaniyê ist bombardiert worden. Über der Region finden Aufklärungsflüge statt.


09.15 Uhr: Bei einem Artillerieangriff auf das Wohnviertel Xerbî in Qamişlo sind Zivilisten verletzt worden. Genaue Informationen liegen noch nicht vor.


09.10 Uhr: Im Süden von Girê Spî (Tall Abyad) ist ein Artilleriegeschoss zehn Meter entfernt von einem Sammelpunkt von Zivilisten aus Minbic (Manbidsch), Tabqa und Raqqa eingeschlagen.


08.51 Uhr: Etwa 30.000 islamistische Söldner der türkischen Armee greifen Serêkaniyê von drei Seiten an. In Til Helef, Hewarne und im Industriegebiet finden heftige Gefechte statt, türkische Kampfjets bombardieren aus der Luft.


08.11 Uhr: Im Industriegebiet östlich von Serêkaniyê und im Dorf Hewarna finden heftige Gefechte zwischen den QSD und den Invasoren statt. Das Stadtzentrum und die Umgebung werden aus der Luft und vom Boden bombardiert.


07.23 Uhr: Kampfflugzeuge der türkischen Armee bombardieren das Dorf Arişe zwischen Serêkaniyê (Ras al-Ain) und Til Temir. Im Westen von Serêkaniyê hat ein Artillerieangriff auf die Schule im Dorf Salihiyê stattgefunden, die QSD sind unmittelbar danach zum Gegenangriff übergegangen.


06.41 Uhr: Die Kräfte der Inneren Sicherheit haben in Hesekê im Zusammenhang mit der Explosion von Freitagnacht einen Tatverdächtigen festgenommen. Um etwa 01.30 Uhr (MEZ) detonierte ein mit Sprengstoff bestücktes Fahrzeug vor einem Gefängnis, in dem IS-Mitglieder einsitzen.


02.40 Uhr: Nach einem wechselseitigen Beschuss zwischen den Demokratischen Kräften Syriens (QSD) und der türkischen Armee ist gegenüber Kobanê auf der türkischen Seite der Grenze ein Brand in einer Polizeiwache ausgebrochen.


01.52 Uhr: Über Qamişlo kreisen Kampfjets der türkischen Luftwaffe. 


01.44 Uhr: In Hesekê ist es vor wenigen Minuten zu einer schweren Explosion gekommen. Vor einem Gefängnis, in dem IS-Mitglieder einsitzen, detonierte eine Autobombe.


01.29 Uhr: Antiterroreinheiten des Militärrats von Minbic (MMC) haben einen Selbstmordanschlag eines IS-Attentäters verhindert. Nach Informationen des MMC-Sprechers Shervan Derwish versuchte der mit einem Sprengstoffgürtel ausgestattete Angreifer in die Stadt einzudringen und wurde erschossen.


01.15 Uhr: Nach Angaben des Kurdischen Roten Halbmonds (Heyva Sor a Kurd) sind in der Cizirê-Region seit Ausbruch des Angriffskrieges der Türkei gegen Nord- und Ostsyrien 14 Zivilist*innen - darunter zwei Frauen und ein Kind - ums Leben gekommen. 46 weitere Zivilist*innen wurden bei den Angriffen der türkischen Armee und ihren dschihadistischen Partnern verletzt.


00.10 Uhr: Die türkische Luftwaffe fliegt erneut schwere Angriffe auf Serêkaniyê (Ras al-Ain). Girê Spî (Tall Abyad) ist seit zwei Stunden ruhig, Koalitionsdrohnen kreisen über der Stadt.


11. Oktober 2019

23.34 Uhr: Der QSD-Generalkommandant Mazlum Abdi Kobanê erklärte im Rahmen einer Konferenz der Nahost-Denkfabrik Washington Institute: „Die QSD bereiten sich auf einen langen Kampf gegen die Türkei und ihre dschihadistischen Unterstützer vor, der mehr als ein Jahr dauern könnte. Die QSD werden um jeden einzelnen Meter Nordostsyriens kämpfen, die Option zu einem Rückzug gibt es nicht.”


23.21 Uhr: Das Dorf Sermisax bei Girkê Legê (al-Muabbada) im Kanton Qamişlo steht unter schwerem Artilleriebeschuss aus der Türkei.


22.50 Uhr: Mehrere IS-Anhängerinnen, die nach den Unruhen von Freitagmorgen mit ihren Kindern aus dem Camp Hol bei Hesekê flüchten konnten, sind gefasst worden.


22.33 Uhr: Gegenüber der Journalistin Josie Ensor erklärte ein Koalitionsbeamter zum türkischen Angriff auf die Umgebung des Miştenur in Kobanê: „Sie wissen, dass wir dort sind, wir haben ihnen unsere Position mitgeteilt. Es gibt kein anderes Ziel in der Gegend. Sie versuchen uns zu vertreiben.”


22.25 Uhr: Die türkische Armee bombardiert erneut das Grenzdorf Ain Diwar bei Dêrik (al-Malikiya) im Dreiländereck Syrien-Türkei-Irak. Nach Informationen vor Ort wurden dabei zwei Zivilist*innen verletzt.


22.22 Uhr: Der irakische Staatspräsident Barham Salih hat die Arabische Liga zu einer Dringlichkeitssitzung aufgerufen, um über den Angriffskrieg der Türkei gegen Nord- und Ostsyrien zu beraten.  


22.17 Uhr: Die türkische Armee bombardiert das Zentrum von Qamişlo. In der Stadt leben Tausende Menschen. Zahlreiche Verletzte wurden bereits in nahegelegene Krankenhäuser gebracht.


22.09 Uhr: Bei den Angriffen auf den Miştenur-Hügel in Kobanê sollen zwei französische Soldaten verletzt worden sein. Details sind noch unklar.


22.02 Uhr: Der „Oberste Patriarch und Katholikos aller Armenier”, Karekin II. Nersissian, hat eine Erklärung zur türkischen Invasion in Nord- und Ostsyrien abgegeben: „Dieser Angriff hat Erinnerungen an den Völkermord an den Armeniern geweckt.“

Aram I. Keshishian, Geistlicher der Armenischen Apostolischen Kirche und der derzeitige „Katholikos des Großen Hauses von Kilikien“, erklärte zum Angriffskrieg gegen Rojava: „Der Feind unseres Volkes, die Türkei, ist durch seine völkermordende Barbarei nach Syrien zurückgekehrt.“


21.18 Uhr: Die Vereinigten Staaten bereiten wegen des türkischen Einmarschs in Nordsyrien harte Sanktionen gegen die Türkei vor. Finanzminister Steven Mnuchin sagte am Freitag im Weißen Haus, diese Sanktionen würden zwar noch nicht in Kraft treten, Präsident Donald Trump werde aber eine Verfügung unterzeichnen, die den Finanzminister in Absprache mit dem Präsidenten und dem Außenminister ermächtige, Sanktionen gegen „jede Person mit Verbindungen zur türkischen Regierung“ zu verhängen. „Das sind sehr harte Sanktionen. Ich hoffe, dass wir sie nicht einsetzen müssen“, sagte Mnuchin, fügte allerdings warnend hinzu: „Wenn wir müssen, können wir die türkische Wirtschaft stilllegen.“


20.54 Uhr: Nach dem Einschlag von türkischer Artillerie in unmittelbarer Nähe zweier Gefängnisse in Kobanê, in denen IS-Dschihadisten festgehalten werden, fliegt die internationale Koalition Aufklärungsflüge über der Stadt.


20.41 Uhr: Die Türkei greift seit etwa 1,5 Stunden die Dörfer Mela Ebas, Til Xatûn und Dêrna Qulinga bei Tirbespiyê (al-Qahtaniyya) an. Die QSD erwidern die Angriffe. Das Dorf Himo im Westen von Qamişlo wird ebenfalls von der türkischen Armee bombardiert.


20.38 Uhr: Das Pentagon hat die Türkei zum Abbruch der Militäroffensive in Nordsyrien aufgerufen. Das teilte US-Verteidigungsminister Mark T. Esper nach Angaben des Pentagons seinem türkischen Amtskollegen Hulusi Akar in einem Telefonat mit. Demnach gefährde die türkische Offensive die Fortschritte der internationalen Koalition gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat".


20.36 Uhr: An der Kobanê-Front sind zwei Stützpunkte der türkischen Armee von den Demokratischen Kräften Syriens (QSD) angegriffen worden. Von diesen Stützpunkten waren zuvor Artilleriegeschosse auf das Viertel Kaniya Kurdan und die Umgebung der US-amerikanischen Basis am Miştenur-Hügel abgefeuert worden.


19.58 Uhr: Die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) hat sich zu dem heutigen Anschlag in Qamişlo bekannt. Bei dem Anschlag im Zentrum der Stadt waren am Freitag drei Zivilisten ums Leben gekommen. Neun weitere Menschen wurden verletzt.


19.05 Uhr: Aufnahmen von Mörsergranateneinschlag im Gefängnis Navkure in Qamişlo, während QSD-Kämpfer versuchen, die Insassen zu evakuieren:


18.42 Uhr: Die Generalkommandantur der Inneren Sicherheitskräfte der nordostsyrischen Autonomieverwaltung warnt davor, dass die Türkei versucht, den IS zu reaktivieren. Seit Beginn des Krieges gegen Rojava seien die Aktivitäten von IS-Zellenstrukturen in der Region stark angestiegen. Zuletzt wurde am Freitagmorgen eine IS-Zelle in Qamişlo festgesetzt, die geheimdienstliche Aktivitäten der Türkei koordiniert. Unterdessen wird in Qamişlo die Suche nach Verletzten weiter fortgesetzt. Bei einer großen Explosion im Zentrum der Stadt waren heute drei Zivilisten ums Leben gekommen. Neun weitere Menschen wurden verletzt.


18.28 Uhr: Die Journalistin Annelise Borges hat mit einer im Camp Roj inhaftierten Spanierin gesprochen. Das Camp ist eines von drei Lagern, in denen Personen mit IS-Verbindungen festgehalten werden. Sie sagte ihr, sie warteten darauf, „dass die Türken eintreffen und sie nach Hause bringen”.


18.10 Uhr: Nach einem Beschuss auf Qamişlo in unmittelbare Nähe des Gefängnisses Navkure, in dem IS-Dschihadisten einsitzen, befinden sich nun fünf Islamisten auf der Flucht. Die Türkei bombardiert seit Donnerstag gezielt Umgebungen von Gefängnissen, um Aufstände anzuzetteln.


18.01 Uhr: Nach Finnland, Norwegen und Belgien haben nun auch die Niederlande Waffenexporte an die Türkei gestoppt.


17.27 Uhr: Das armenische Bataillon „Şehîd Nubar Ozanyan“ in Rojava ruft in einer Videobotschaft zum Widerstand gegen den Angriffskrieg der Türkei gegen Nord- und Ostsyrien auf.


17.06 Uhr: Die Türkei wird bei ihrem Angriffskrieg gegen Nord- und Ostsyrien vom sogenannten „Islamischen Staat“ (IS) unterstützt. In einem Video verkünden IS-Milizionäre in Panzern des NATO-Partners Türkei, sich für den „Sturm auf Ras al-Ain“ (Serêkaniyê) vorzubereiten. 

 


16.55 Uhr: Der Alouk-Damm, der 1,5 Millionen Menschen in Nordostsyrien mit Wasser versorgt, wurde von türkischen Bomben getroffen und ist jetzt größtenteils beschädigt. Die Menschen in Hasaka, Til Temir, Til Baydar und Şedadê (asch-Schaddadi) werden in Kürze keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben.


16.17 Uhr: Die türkische Armee greift bei Girkê Legê (Al-Muabbada) im Kanton Qamişlo mehrere Grenzdörfer mit Haubitzen an. Die Artillerie schlug bisher in Sermsax, Heyaka, Girkê Xezna und Derna Axî ein.


15.52 Uhr: Bei einem türkischen Luftangriff auf das Dorf Bedî bei Girê Spî (Tall Abyad) sind drei Zivilist*innen ums Leben gekommen.


15.48 Uhr: Die Türkei hat das Dorf Şêx Îsa im nordsyrischen Kanton Şehba bombardiert. Mindestens sechs Zivilist*innen wurden verletzt, darunter fünf Kinder. In Şehba leben rund 200.000 Binnenvertriebene aus Efrîn.


15.46 Uhr: Die türkische Armee greift weiterhin gemeinsam mit ihren dschihadistischen Verbündeten die Stadt Dêrik (al-Malikiya) mit schweren Waffen an. Im Dorf Berav nordöstlich von Dêrik haben QSD-Kämpfer*innen ein türkisches Militärfahrzeug zerstört.


15.37 Uhr: Bei den Kämpfen in Zorava/Serêkaniyê (Ras al-Ain) wurde eine auf ein Fahrzeug montierte Flugabwehrkanone vom Typ SU-23 zerstört. In Miçe wurde ein türkisches Panzerfahrzeug getroffen.


15:19 Uhr: Vor dem Lokal Omeri im Zentrum von Qamişlo ist ein mit Sprengstoff bestücktes Fahrzeug explodiert. Wie viele Menschen verletzt wurden, ist noch unklar.


15.15 Uhr: Das Dorf Zihariya nordöstlich von Dêrik (al-Malikiya) wird seit 30 Minuten mit schweren Waffen beschossen.


14.55 Uhr: Aus Qamişlo und Kobanê werden heftige Artillerieangriffe gemeldet.


14.40 Uhr: Vergangene Nacht griff die türkische Armee die nordostsyrische Grenzstadt Ain Diwar in Dêrik an. Auf aktuellen Videoaufnahmen ist zu erkennen, dass ausschließlich zivile Siedlungsgebiete getroffen wurden.  


14.26 Uhr: Zeitgleich zu den invasiven Angriffen der Türkei auf Rojava reaktivieren sich in der ostsyrischen Region Deir ez-Zor Schläferzellen des sogenannten „IS“:  In al-Busayrah wurde heute der Ko-Vorsitzende der selbstverwalteten Volkskommune bei einem Minenanschlag schwer verletzt. Weiter östlich in al-Shheell bombardierte der IS ein Krankenhaus.


14.17 Uhr: In Qamişlo im Stadtteil Antaria sind vor etwa eine Stunde von der Türkei abgefeuerte Mörsergranaten eingeschlagen. Eine bisher unbekannte Zahl Zivilist*innen wurde verletzt. Uns haben Aufnahmen aus dem örtlichen Krankenhaus erreicht (Achtung, verstörendes Video):


14.00 Uhr: Die Vertreibungswelle aus allen Städten im Grenzstreifen – von Dêrik (al-Malikiya) bis Kobanê hält weiter an. In den ersten 48 Stunden des Angriffskrieges der Türkei gegen Nord- und Ostsyrien wurden bereits 100.000 Menschen von ihren Heimatorten vertrieben. 16 Zivilist*innen, darunter sechs Kinder, kamen ums Leben. 53 weitere wurden verletzt.


13.53 Uhr: Der UN-Sprecher Rupert Colville teilt in einem Lagebericht mit, dass bei Luft- und Bodenangriffen der türkischen Armee und angegliederter bewaffneter Gruppen die zivile Infrastruktur in Nord- und Ostsyrien und wichtige Einrichtungen wie Wasserpumpstationen, Dämme, Kraftwerke und Ölfelder angegriffen wurden. 


13.42 Uhr: Der griechische Politiker, Blogger und Autor Yanis Varoufakis sagte aus Protest gegen den türkischen Angriffskrieg gegen Rojava seine Teilnahme an einer Konferenz in der Türkei ab.


13.35 Uhr: Der Zensurapparat der Türkei schläft auch und insbesondere im Krieg nicht: Die staatliche Medienaufsichtsbehörde RTÜK hat erklärt: „Wir dulden keine Veröffentlichungen, die die Moral und Motivation der Armee beeinträchtigen.“


13.30 Uhr: „It is time to #RiseUpForRojava”. Aufruf der Internationalistischen Kommune aus Dêrik (al-Malikiya):


13.20 Uhr: Die Kämpferinnen der Frauenverteidigungseinheiten YPJ verteidigen auch weiterhin Serêkaniyê (Ras al-Ain). Im Westen und Osten der Stadt kommt es seit den frühen Morgenstunden zu Kämpfen und Luftangriffen.


12.50 Uhr: Im Camp Hol bei Hesekê kommt es weiterhin zu Unruhen. In dem Lager sind rund 70.000 IS-Mitglieder und ihre Angehörigen untergebracht. Die folgenden Aufnahmen sind von Freitagmorgen:


12:19 Uhr: Das Pressezentrum der Demokratischen Kräfte Syriens (QSD) hat eine Bilanz über die Kampfhandlungen der letzten beiden Tage veröffentlicht. Wie es darin heißt, wurden 262 Besatzer getötet und zwei Panzer vernichtet. 22 Kämpferinnen und Kämpfer der QSD sind gefallen.


11.22 Uhr: Nach Angaben von den Demokratischen Kräften Syriens (QSD) wurden im Dorf Yabise bei Girê Spî (Tall Abyad) 40 protürkische Milizionäre getötet.


11.11 Uhr: Mehrere Jugendliche im südkurdischen Ranya verkünden auf einer Pressekonferenz ihre Bereitschaft, nach Rojava zu gehen.


11.10 Uhr: Video von der Front in Serêkaniyê (Ras al-Ain).


10.49 Uhr: Der Angriff der Invasionstruppen bei Mihcera im Osten von Serêkaniyê (Ras al-Ain) wurde zerschlagen. Es gibt viele Verluste auf Seiten der Aggressoren.


10.41 Uhr. Ein großer Teil der Einwohner*innen der auf türkischer Seite gelegenen kurdischen Grenzorte Kaniya Xezalan (Akçakale) und Serê Kanî (Ceylanpınar) hat nach Beginn der Angriffe den Ort verlassen.


10.31 Uhr: Imad Meno, Kommandant des Militärrats von Serêkaniyê, erklärt, das türkische Militär und seine Milizen erlitten schwere Verluste. Das türkische Militär versuche die Stadt zu umzingeln, bisher haben sie aber kein einziges Haus erobern können.


10.25 Uhr: Durch Heckenschützen des türkischen Militärs wurden in Girê Spî eine Erwachsene und ein Kind verletzt. Im Dorf Elî Bacilye wurden Yasir Elî Selo (30) und Ahmed Abdulvahab (65) durch türkische Bomben verletzt.


10.04 Uhr: Die Invasionstruppen haben in den Morgenstunden das Dorf Metîn im Osten von Kobanê angegriffen und dabei den sechzigjährigen Zivilisten Îdan Şêx Ehmed getötet.


10.01 Uhr: Im Industriegebiet im Osten von Serêkaniyê (Ras al-Ain) kam es zu einem heftigen Zusammenstoß zwischen Invasionstruppen, die versuchten in Serêkaniyê einzusickern, und den Demokratischen Kräften Syriens (QSD). Dabei wurden neun protürkische Milizionäre getötet.


09.44 Uhr: Ein französischer internationalistischer Kämpfer schreibt: „Wir sind in Serêkaniyê eine zehnköpfige Gruppe von Internationalist*innen, die an der Seite unserer kurdischen, arabischen, türkischen, armenischen und assyrischen Genoss*innen kämpft.“


09.36 Uhr: Die französische Politikerin und Staatssekretärin für europäische Angelegenheiten beim Minister für Europa und auswärtige Angelegenheiten sowie Beauftragte für die deutsch-französische Zusammenarbeit, Amélie de Montchalin, erklärt, Sanktionen gegen die Türkei lägen in Europa „auf dem Tisch“ und würden nächste Woche im Europarat diskutiert.


09.34 Uhr: Die Invasionstruppen haben die Mutter-Maria-Kirche im Dorf Til Cîhan im Nordwesten von Tirbespiyê mit Artilleriegranaten beschossen.


08.54 Uhr: Nach Angaben von FoxNews erklärte ein Mitglied amerikanischer Spezialeinheiten, der gemeinsam mit den Demokratischen Kräften Syriens (QSD) gekämpft hat: „Die Türkei hält sich nicht an ihre Zusagen. Das ist furchterregend. Für die Türken bestand auf dieser Seite der Grenze keinerlei Bedrohung. Das ist Wahnsinn.“


08.35 Uhr: In der Kaukasusrepublik Adygeja wird gegen die Angriffe der Türkei auf Nordsyrien protestiert.


08.34 Uhr: Das türkische Militär greift die Dörfer Kilûte, Sorxanekê und Aqîbê in Efrîn-Şerawa mit Artilleriegranaten an.


08.34 Uhr: Der Schweizer Außenminister verurteilt den türkischen Angriff auf Nordsyrien scharf und erklärt, das Vorgehen der Türkei sei eine „krasse Verletzung des Völkerrechts.“


08.33 Uhr: Es kommt im Osten von Serêkaniyê (Ras al-Ain) zu schweren Gefechten zwischen den Demokratischen Kräften Syriens (QSD) und der türkischen Armee und ihren Verbündeten. Die toten und verletzten Angreifer werden nach Kanîya Xezalan (Ceylanpınar) gebracht.


08.08 Uhr: Türkische Kampfflugzeuge bombardieren Girê Spî. Gleichzeitig werden Artilleriegranaten auf die Stadt abgefeuert.


07.42 Uhr: Was ist der Plan der Invasionstruppen?
Die Invasionstruppen versuchen Serêkaniyê (Ras al-Ain) von Westen und Osten wie auch von Süden zu umfassen. Die gleiche Strategie wenden sie auch in Girê Spî an. So planen sie die Städte zu Fall zu bringen und zunächst einen etwa 120 Kilometer langen Streifen zu besetzen.


07.41 Uhr: Die Gefechte im Westen (Tell Halaf) und im Osten (Mezrê) gehen unter Einsatz von schweren Waffen weiter. Die Invasionstruppen setzen Haubitzen ein, während die Kämpfer*innen der Demokratischen Kräfte Syriens (QSD) das Feuer ebenfalls mit schweren Waffen erwidern. Die Kämpfe verschärfen sich kontinuierlich.


07.40 Uhr: Südfront: Um den Kessel um Serêkanyê (Ras al-Ain) zu schließen, wurden Schläferzellen im Süden der Stadt mobilisiert. Sie wurden allerdings von den Demokratischen Kräfte Syriens (QSD) eingekesselt. Auf der Straße zwischen Serêrkaniyê und Hesekê wurden vier Angreifer getötet und fünf weitere festgenommen.


07.39 Uhr: Ostfront: Im Osten von Serêkaniyê (Ras al-Ain) versuchten die Invasionstruppen von Mezê Miçê und einem Industriegebiet in den Süden vorzurücken und die Straße zwischen Serêkaniyê und Dirbêsiyê abzuschneiden, um dann die Stadt umzingeln zu können. Die Invasionstruppen trafen auf heftigen Widerstand. Der Angriff wurde bereits im Industriegebiet zerschlagen und mindestens 16 Angreifer getötet.


07.38 Uhr: Westfront: An der Westfront bei Serêkaniyê (Ras al-Ain) griffen die Verteidigungskräfte die protürkischen Milizen von drei Seiten an. Die Invasionstruppen versuchten Tell Halaf zu erobern. Während das Zentrum von Tell Halaf von den Demokratischen Kräfte Syriens (QSD) verteidigt wurde, versuchten die protürkischen Milizen die Gemeinde von zwei Seiten in die Zange zu nehmen. Die QSD umfassten jedoch mit einer eigenen Operation die angreifenden Truppen und kesselten diese ein. Die Angreifer sind zwischen zwei Fronten eingeschlossen. Bei dem immer noch andauernden Gefecht wurden bisher 19 protürkische Milizionäre getötet. Die türkische Armee greift mit Haubitzen und Kampfflugzeugen in die Auseinandersetzung ein. Die Flugzeuge haben auch ein ziviles Haus bombardiert und einen Zivilisten getötet und einen weiteren verletzt. Die Angriffe dauern an. Bei den vom türkischen Staat eingesetzten Milizen handelt es sich unter anderem um Al-Nusra-Dschihadisten. Sie hatten ihre Angriffe auf Serêkaniyê in der Nacht intensiviert.


02.16 Uhr: Die türkische Armee bombardiert die Bezirke von Qamişlo. Die Kräfte der Inneren Sicherheit haben die Zivilbevölkerung aufgefordert, in den Kellern ihrer Wohnhäuser Schutz zu suchen.


01.53 Uhr: Ein Angriffsversuch der türkischen Armee und ihrer dschihadistischen Milizen auf Um Xer im Südosten von Serêkaniyê (Ras al-Ain) ist gescheitert: Die Angreifer sitzen im Kessel der YPG.


01.21 Uhr: Die türkische Armee beschießt die nordostsyrische Grenzstadt Ain Diwar in Dêrik (al-Malikiya) im Dreiländereck Türkei-Syrien-Irak mit schwerer Artillerie.  


01.10 Uhr: Bei einem türkischen Luftangriff auf Tell Halaf in Serêkaniyê ist nach ANHA-Informationen ein Zivilist ums Leben gekommen. Eine weitere Person wurde verletzt. Tell Halaf ist ein prähistorischer Siedlungshügel, wo sich ab 6.000 v.u.Z. die Halaf-Kultur institutionalisierte. 


01.02 Uhr: Die türkische Armee und ihre dschihadistischen Partner greifen im nordsyrischen Kanton Şehba die Dörfer Şaalê, Xirbê Şaalê und Zuwyan mit schweren Waffen und Haubitzen an.


23.50 Uhr: Die türkische Armee setzt ihre Luftangriffe auf Serêkaniyê (Ras al-Ain) fort. Seit etwa 45 Minuten schlagen wieder Bomben des NATO-Partners Türkei in der nordsyrischen Stadt ein.


23.43 Uhr: Als Mitglied der Internationalen Allianz gegen den Islamischen Staat hat Frankreich eine Dringlichkeitssitzung bei der Koalition beantragt.


23.28 Uhr: Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat sich auf einer Dringlichkeitssitzung nicht auf eine gemeinsame Erklärung zum Angriffskrieg der Türkei gegen Nord- und Ostsyrien einigen können. Die USA und Russland lehnten es am Donnerstag ab, die Erklärung der fünf europäischen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates zu unterstützen. Frankreich, Deutschland, Belgien, Großbritannien und Polen hatten die Türkei aufgerufen, die Angriffe auf Rojava zu beenden. „Wir fordern die Türkei auf, die einseitige Militäraktion einzustellen“, hieß es in der Erklärung.  


23.00 Uhr: In Baxdik bei Gultepê östlich von Kobanê ist ein schwerer Angriff protürkischer Dschihadisten nach einem rund einstündigen Gefecht gebrochen worden. Aktuell versuchen die islamistischen Verbündeten des NATO-Partners Türkei die nahegelegene Siedlung Kazikan anzugreifen.


22.54 Uhr: Der siebenjährigen Sara Yusuf Huseyin ist ein Bein amputiert worden. Das Mädchen war heute bei einem türkischen Angriff auf den Stadtteil Qidûrbek (Qadour-Bek) in Qamişlo schwerverletzt worden. Ihr zehnjähriger Bruder Muhammed wurde ebenfalls verwundet. Er erlag in einem Krankenhaus seinen Verletzungen.


22.49 Uhr: Im Westen und Osten von Serêkaniyê (Ras al-Ain) finden weiterhin heftige Zusammenstöße zwischen türkisch-dschihadistischen Angreifern und den Demokratischen Kräften Syriens (QSD) statt. Aus Tell Halaf werden Häuserkämpfe gemeldet.  


 Wir setzen unsere Berichterstattung an dieser Stelle mit einem zweiten Liveticker fort.