Stadtzentrum von Ain Issa unter Artilleriefeuer

Die Angriffe der Türkei und ihrer dschihadistischen Verbündeten auf Ain Issa in Nordsyrien dauern an. Aktuell wird das Zentrum der Kleinstadt mit schwerer Artillerie bombardiert.

Das Zentrum der Kleinstadt Ain Issa im nördlichen Syrien wird von den türkisch-dschihadistischen Besatzungstruppen weiterhin unter Artilleriefeuer gesetzt. Wie auch auf Aufnahmen aus Ain Issa zu erkennen ist, schweben schwarze Racuhwolken über bombardierten Siedlungsgebieten. Ob Menschen durch die Angriffe zu Schaden gekommen sind, ist noch unklar.

Schwarze Rauchwolke über Ain Issa

In Nordsyrien laufen die Vorbereitungen des türkischen Staats auf eine weitere Invasion an allen Fronten auf Hochtouren. Seit Oktober ist vor allem an den Frontabschnitten nahe der besetzten Stadt Girê Spî (Tall Abyad) eine erhöhte Aktivität der feindlichen Truppen zu beobachten. Die Umgebung und das Zentrum von Ain Issa nördlich von Raqqa befinden sich schon seit Tagen unter dem ununterbrochenem Bombardement der türkischen Artillerie. Am Boden versuchen Infiltrationstrupps unter dem Kommando erfahrener Veteranen der Dschihadistenmiliz „Islamischer Staat” (IS) die Verteidigungslinien zu durchbrechen und in den Stadtkern vorzustoßen.

Türkische Drohnen und Aufklärungsflugzeuge kreisen nahezu pausenlos über den Kampfgebieten und versuchen die Stellungen des Widerstands ausfindig zu machen. Die türkischen Invasoren ziehen Haubitzen, Raketenwerfer und andere schwere Waffen in den Dörfern kurz hinter der Frontlinie zusammen und im Norden der Stadt Ain Issa rotten sich die islamistischen Söldner der selbsternannten „Syrische Nationale Armee” (SNA) in Vorbereitung neuer Angriffe zusammen.