QSD-Sprecher: Wiedererstarken des IS unbedingt verhindern

Im syrisch-irakischen Grenzgebiet findet zum zweiten Mal binnen eines Monates ein Großeinsatz gegen den IS statt. Die Region stellt eine wichtige Versorgungsroute der Terrormiliz dar, schwierige Wetterbedingungen erleichtern ihre Aktivitäten.

Der Sprecher der Demokratischen Kräfte Syriens (QSD), Farhad Shami, hat auf ernstzunehmende Risiken hinsichtlich des IS im al-Ajij-Tal hingewiesen. Die nördlich von Deir ez-Zor an der irakischen Grenze gelegene Region stellt eine wichtige Versorgungsroute der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) mit Waffen und Munition, aber auch mit Dschihadisten dar. Seit vergangenem Sonntag findet in dem Wadi wieder eine großangelegte Operation statt, die internationale Anti-IS-Koalition leistet Unterstützung durch Luftraumüberwachung und -koordinierung. Der Einsatz ist vorerst auf vier Tage angesetzt.

„Die schwierigen Wetterbedingungen hier in al-Ajij, dazu zählen unter anderem Sandstürme, erleichtern es den IS-Zellen, sich in der Region zu bewegen und zu tarnen. Auf diese Weise gelingt es ihnen, sich in unmittelbarer Näher unserer Patrouillen und Stützpunkte zu verbergen. Dies ändert aber nichts an unserer Entschlossenheit, ein Wiedererstarken des IS unbedingt zu verhindern“, erklärt Shami. Um die aktiven Zellenstrukturen der Dschihadisten in der Dschazira zu zerschlagen und Terrorattacken zu verhindern, sei diese Operation daher umso wichtiger.

Irakische Armee startet ebenfalls Operation

Auch auf der anderen Seite der Grenze läuft eine Offensive gegen die Islamisten. Dort konzentriert sich die irakische Armee im Gouvernement Ninawa (auch Ninive) auf IS-Zellen, die sich im Grenzgebiet bewegen. „Der Einsatz des irakischen Militärs verfolgt zwar das gleiche Ziel, steht jedoch nicht mit der QSD-Operation in Verbindung“, sagt Shami.

Zweite Großoperation an der Grenze

Bei der aktuellen Offensive im Wadi al-Ajij handelt es sich bereits um die zweite Sicherheitsoperation mit hohem Umfang. Erstmals war es Mitte April zu einem breitangelegten Einsatz gekommen, 110 mutmaßliche IS-Dschihadisten wurden gefangen genommen. Im Rahmen der Operation wurde ein 175 Kilometer langer und 60 Kilometer breiter Landstrich mit seinen 150 Dörfern durchsucht. Zuvor fand im Flüchtlings- und Internierungslager Hol bei Hesekê eine Sicherheitsoperation statt.