Forderung erfüllt: Vefa Kartal beendet nach 96 Tagen Todesfasten

Nach 96 Tagen hat der politische Gefangene Vefa Kartal das Todesfasten beendet. Seine Forderung auf medizinische Behandlung wurde erfüllt.

Der im Typ-F-Gefängnis von Tekirdağ inhaftierte Vefa Kartal hat nach 96 Tagen das Todesfasten beendet. Der politische Gefangene hatte mit seinem Hungerstreik auf die Situation der kranken Gefangenen und seine Nichtbehandlung aufmerksam machen wollen. Wie sein Bruder Umut Kartal am Dienstag gegenüber dem Nachrichtenportal Bianet bestätigte, wurde Vefa Kartal bereits in ein Krankenhaus verlegt. Die Gefängnisleitung habe der Familie garantiert, dass die Behandlung des 42-Jährigen, der unter anderem an Herzrhythmusstörungen, Wucherungen am Rücken, Hepatitis B, einem Magengeschwür, Bluthochdruck, Darmspasmen, Geschwüren, Zysten und Erkrankungen der Atemwege leidet, nun durchgeführt werde.

Diese Form von Widerstand führte Vefa Kartal auch im letzten Jahr durch. Als der Gefangene am 18. September in die Haftanstalt nach Tekirdağ verlegt wurde, ist ihm die Nachsendung seines Besitzes verweigert worden. „Er führte einen hunderttägigen Hungerstreik durch und beendete ihn erst, als er seine Sachen bekam”, sagte sein Bruder.