HPG bekennen sich zu Angriff auf Militärbasis

Die HPG haben zeitgleiche Angriffe auf sechs Militärstützpunkte in Nordkurdistan durchgeführt. Allein in Şemzînan wurden 17 Soldaten der türkischen Armee getötet, 37 wurden verletzt und neun Soldaten gelten als vermisst.

Die HPG haben sich zu dem Angriff vergangenen Freitag auf die türkische Militärbasis Süngü nahe Bêsosin (Ortaklar) im Kreis Şemzînan (Şemdinli) bekannt.

Wie das Pressezentrum der Volksverteidigungskräfte HPG mitteilt, sind am Abend des 9. November und am Morgen des 10. November insgesamt sechs Militärstützpunkte der türkischen Armee sowie das Gouverneursamt in der nordkurdischen Provinz Şirnex (Şırnak) angegriffen worden.

Erfolgreiche Guerillaoffensive der HPG

„Bei dieser revolutionären Offensive, bei der neue Taktiken und Techniken eingesetzt wurden, sind dem Feind große Verluste beigefügt worden“, heißt es in der HPG-Erklärung: „Wie immer verheimlicht der faschistische türkische Staat die Verluste, die er bei diesen zeitgleichen Aktionen erlitten hat. Lediglich der Angriff auf den Militärstützpunkt Süngü nahe des Dorfes Bêsosin konnte nicht verheimlicht werden, hier wurde eine Anzahl von sieben Toten und 25 Verletzten genannt. Laut uns vorliegenden Informationen, die wir von eigenen Quellen gestern Morgen bezogen haben, gab es 17 Tote, 37 Verletzte und neun Vermisste in den Reihen der türkischen Armee. Diese Zahlen zeigen, dass es auch an den anderen Orten hohe Verluste gegeben haben muss.

Die Aktionsoffensive ist dem Gedenken an Atakan Mahir und Zekî Şengalî sowie allen anderen in jüngster Zeit gefallenen Freundinnen und Freunden gewidmet.“

 

In einer kurz nach dem Angriff vom Provinzgouverneur veröffentlichten Stellungnahme hieß es, dass es „während der Abfeuerung eines Kanonenschusses auf dem militärisch genutzten Gelände zu einer Detonation gekommen” sei, die Militärpersonal lediglich verletzt habe. Der türkische Präsident Erdoğan sprach am Samstag von sieben getöteten und 25 verletzten Soldaten.