YJA-Star-Kommandantin am Bagok gefallen

Die Volksverteidigungskräfte haben den Tod der langjährigen Guerillakommandantin Medya Mawa und des Guerillakämpfers Akif Brusk bekannt gegeben. Beide sind am 30. September im Widerstand gegen die türkische Armee in Mêrdîn gefallen.

Die Volksverteidigungskräfte HPG haben den Tod der Guerillakommandantin Medya Mawa (Emine Kaya) und des Guerillakämpfers Akif Brusk (Mahmut Özdemir) bekannt gegeben. Wie es in einer am gestrigen Donnerstag veröffentlichten Erklärung heißt, sind Medya Mawa und Akif Brusk am 30. September in der nordkurdischen Provinz Mêrdîn (Mardin) im Kampf gegen die türkische Armee gefallen.

Zu den Todesumständen teilte das HPG-Pressezentrum mit:

„Am 27. September hatte die türkische Besatzerarmee in Mêrdîn eine luftunterstützte Operation eingeleitet, die das Umland des Dorfes Badibê am Berg Bagok (Kreis Nisêbîn/Nusaybin) umfasste. In den frühen Morgenstunden des 30. September wurde mittels Kampfjets und Kampfhubschraubern das Operationsgebiet zunächst intensiven Bombardierungen ausgesetzt, anschließend ist es zu heftigen Gefechten gekommen. Im heldenmütigen Kampf gegen die Besatzungsmacht sind unsere Genoss*innen Medya Mawa und Akif Brusk gefallen“.

                    

Codename: Medya Mawa

Vor- und Nachname: Emine Kaya

Geburtsort: Êlih (Batman)

Namen von Mutter und Vater: Fatma - Hacı Musa

Todestag und -ort: 30. September 2018 / Mêrdîn

 

 

                    

Codename: Akif Brusk

Vor- und Nachname: Mahmut Özdemir

Geburtsort: Mêrdîn

Namen von Mutter und Vater: Zübeyde - Mehmet

Todestag und -ort: 30. September 2018 / Mêrdîn

 

„Der Tod unserer Gefallenen wird gerächt werden“

In einer Stellungnahme hat das Oberkommando des Hauptquartiers der Freien Fraueneinheiten YJA-Star (Yekîtîya Jinên Azad) angekündigt, den Tod der Gefallenen zu ahnden: „Unsere Genoss*innen Medya und Akif haben uns mit ihrem Willen für den Widerstand den Weg geebnet. Wir als ihre Nachfolgerinnen werden ihren Spuren folgen und den Kampf mit Entschlossenheit fortsetzen. Ihr Weg wird uns zum Sieg führen. Wir gedenken ihnen und all den anderen Gefallenen mit tiefem Respekt und großer Dankbarkeit. Unsere Verbundenheit gilt dem Erbe, das sie uns hinterließen.”

Die langjährige Guerillakommandantin Medya Mawa hatte sich 1992 als junge Frau der kurdischen Freiheitsbewegung angeschlossen. Ihre ersten Erfahrungen im Kampf machte sie in der Region Botan. Im Jahre 1997 ging sie nach Syrien, wo die PKK damals in Damaskus ihr Hauptquartier hatte. Nach einer Zeit führte der Kampf Medya Mawa wieder nach Botan, später war sie auch in Dersim und im Zagros-Gebirge. Zuletzt war die erfahrene Kämpferin Mitglied der YJA-Star-Kommandantur auf Provinzebene in Mêrdin.