2.700-jährige Geschichte eingesperrt

Die Festung Ayanis wurde im 7. Jahrhundert v. Chr. unter dem urartäischen König Rusa II. im heutigen Wan (Van) gegründet. Wegen nicht enden wollenden Ausgrabungsarbeiten ist die Festung seit bereits 29 Jahren hinter eine Glasfassade gesperrt.

Die urartäische Festung Ayanis, am Ostufer des Vansees (Gola Wanê) und 38 Kilometer nördlich der Stadt Wan (Van) gelegen, ist eines der letzten großen architektonischen Bauwerke der Urartäer. Im 7. Jahrhundert v. Chr. von König Rusa II. auf einem Felsvorsprung 250 Meter über dem Vannsee gegründet, ist die Festung heute seit mittlerweile 29 Jahren wegen nicht enden wollenden Ausgrabungsarbeiten hinter eine Glasplattform gesperrt.

Eine der längsten Inschriften der Urartäer

Neben der beeindruckenden Stein-und Lehmverarbeitung und den Verzierungen und Reliefs im Tempelbereich der Festung Ayanis, einer der außergewöhnlichsten urartäischen Festungen überhaupt, wurde bei den Ausgrabungsarbeiten auch ein 2.700 Jahre altes Mosaik gefunden. Die Inschrift, die am Eingang des Säulen-Tempels entdeckt wurde, und in einen Basaltblock eingegraben ist, ist eine der längsten, die aus Urartu bekannt sind. Sie ist auch daher von großer Bedeutung, da die Inschrift historische, soziale und religiöse Informationen über die Herrschaftszeit von König Rusa II. liefert.

2.700-jährige Geschichte hinter gläserne Wänden gesperrt

Während 2.700-jähriges, historisches Kulturgut hinter verdunkelte Glaswände gesperrt wurde, ist Personen der Zutritt untersagt. Von außen ist jedoch zu erkennen, dass sich die Festung Ayanis über ein großes Gebiet erstreckt. Deutlich zu sehen sind auch die aufeinanderfolgenden, mit besonderer Feinheit bearbeiteten Steinblöcke.

Die Festung besteht mit einem Palast, einem Tempel und einem Getreidelager aus drei Teilen. Ins Zentrum der Aufmerksamkeit rückt jedoch der Tempelbereich, in dem bei Ausgrabungen Bauwerke entdeckt wurden, die als Wohnsiedlungen gedient haben könnten.

20 Meter große Vorratskrüge

Ein weiterer wichtiger Teil ist das Getreidelager. Vom visuellen Standpunkt nicht von großer Bedeutung, geben die entdeckten Riesenkrüge, die als Vorratsspeicher dienten, Hinweise auf die Geschichte des urartäischen Reiches. Schätzungen nach sollen die freigelegten Vorratskrüge größer als 20 Meter sein.

Viele Besucher*innen warten mit Spannung auf die Fertigstellung der Ausgrabungen. Die Behörden haben jedoch verkündet, dass dies aufgrund der großen Fläche noch lange Zeit dauern kann.