Gedenkveranstaltungen für Oktober-Gefallene

Europaweit haben am Samstag Gedenkveranstaltungen für die in unterschiedlichen Jahren im Monat Oktober im kurdischen Befreiungskampf gefallenen Revolutionärinnen stattgefunden, so auch in Dresden, Wuppertal und Berlin.

Die Kurdische Frauenbewegung in Europa (TJK-E) hat am Samstag in vielen verschiedenen Städten an die Revolutionärinnen erinnert, die in unterschiedlichen Jahren im Monat Oktober im Befreiungskampf gefallen sind. In Deutschland fanden Gedenkveranstaltungen in Dresden, Wuppertal und Berlin statt.

 

Im Deutsch-Kurdischen Kulturverein in Dresden fand eine vom Frauenrat Uta organisierte Veranstaltung statt, bei der an den Kampf von Bêrîtan (Gülnaz Karataş), Delal Amed (Hülya Eroğlu), Arîn Mîrkan und Andrea Wolf (Ronahî) erinnert wurde. Die Guerillakommandantin Bêrîtan ist am 25. Oktober 1992 im Südkrieg gefallen und gilt seitdem als Symbol dafür, dass sich die kurdischen Frauen nicht dem Feind ergeben. Delal Amed war Kommandantin der YJA Star und Mitglied im Militärrat der HPG. Arîn Mîrkan hat sich im Kampf um Kobanê am 5. Oktober 2014 in einer Gruppe von Islamisten in die Luft gesprengt und damit dem IS hohe Verluste zugefügt. Die deutsche Internationalistin Andrea Wolf ist am 23. Oktober 1997 in Wan vom türkischen Militär ermordet worden. Die Lebens- und Kampfgeschichten dieser Frauen wurden stellvertretend für die vielen weiteren Gefallenen vorgestellt.

 

Bei einer Gedenkveranstaltung des Frauenrats Viyan in Wuppertal hielt die kurdische Exilpolitikerin Aysel Doğan eine Ansprache, in der sie auf die Bedeutung der Gefallenen einging.

Auf einer Gedenkveranstaltung des Berliner Frauenrats Dest-Dan wurden ein von Andrea Wolf verfasster Brief und Ausschnitte aus dem Guerillatagebuch von Selma Doğan (Zinarîn) vorgelesen.