Erinnerung an Uta und Amara in Mülheim

Vor 19 Jahren sind Uta Schneiderbanger (Nûdem) und Ekin Ceren Doğruak (Amara) bei einem Autounfall in Kurdistan ums Leben gekommen. An Uta Schneiderbangers Grab in Mülheim an der Ruhr haben Weggefährtinnen ihrer gedacht.

Unvergessliche Internationalistinnen

Zum 19. Todestag von Uta Schneiderbanger (Nûdem) und Ekin Ceren Doğruak (Amara) haben Freund:innen und Weggefährt:innen in Mülheim an der Ruhr an sie erinnert. Die Internationalistinnen aus Deutschland und der Türkei sind 2005 bei einem Autounfall in Südkurdistan ums Leben gekommen. An dem Gedenken an Utas Grab nahmen unter anderem Vertreterinnen der nach ihnen benannten Frauenbegegnungsstätte UTAMARA e.V., des kurdischen Frauenrats aus Duisburg und des Vereins KOMAW teil. Nach einer Gedenkminute wurden Blumen auf dem Grab niedergelegt. Mehrere Rednerinnen sprachen über das Leben, die Ideale und den Freiheitskampf von Uta und Amara. Das gemeinsame Gedenken solle die Erinnerung an die beiden Revolutionärinnen lebendig halten und ihren Kampf fortsetzen. Zum Abschluss riefen die Teilnehmenden „Jin Jiyan Azadî“ (Frau Leben Freiheit) und „Şehîd Namirin" (Die Gefallenen sind unsterblich).


Uta Schneiderbanger ist 1961 in Mülheim an der Ruhr geboren und war seit den 1990er Jahren in der kurdischen Frauenbewegung aktiv. Ekin Ceren Doğruak (Amara) ist 1981 als Tochter türkischer Eltern in Ankara zur Welt gekommen. Beide Frauen starben am 31. Mai 2005 bei einem Autounfall in der Nähe der südkurdischen Kleinstadt Qeladizê. Die beiden Internationalistinnen befanden sich auf dem Rückweg von der III. Generalversammlung des Volkskongresses Kurdistans (Kongra Gel) nach Europa, als der Fahrer in dem steilen Berggelände die Kontrolle über den Wagen verlor. Auch an Amaras Grab in Ankara ist heute an sie erinnert worden.