Nîştiman beendete ihr Leben aus Protest gegen Hinrichtung

Nach der Bekanntgabe des für Donnerstag veranschlagten Hinrichtungstermins des kurdischen politischen Gefangenen Ramin Hisên Penahî durch das iranische Regime, beendete seine Nichte aus Protest gegen die Hinrichtung ihr Leben.

Gestern hatte der Bruder des kurdischen politischen Gefangenen Ramin Hisên Penahî, Emced berichtet: „Sie haben meinen Bruder in Einzelhaft gesteckt. Nach der Entscheidung des Gerichts, wird mein Bruder am Donnerstag hingerichtet.“

Kurz nach der Bekanntgabe des Hinrichtungstermins für den im Gefängnis von Sine inhaftierten Penahî erhängte sich Nîştiman Hisên Penahî aus Protest gegen die Hinrichtung. Ihr Leichnam wurde in den heutigen Morgenstunden von ihrer Familie aus der Leichenhalle abgeholt und in Sine beigesetzt.

Ramin Hisên Penahî stammt aus Sine und wurde am 23. Juni 2017 gefangen genommen. Er war Mitglied der linken kurdischen Komala-Bewegung. Nach tagelanger Folter wurde er vor Gericht gestellt und wegen „Opposition gegen Allah und Mitgliedschaft in einer bewaffneten Organisation“ zum Tode verurteilt. Die Todesstrafe wurde vom obersten Gericht im Iran bestätigt und seine Hinrichtung für Donnerstag anberaumt.

Wegen der bevorstehenden Hinrichtung Penahîs gab es an vielen Orten Proteste und viele zivilgesellschaftliche Organisationen riefen das iranische Regime auf, die Hinrichtungen sofort zu stoppen. In den sozialen Medien findet in diesem Sinne eine Kampagne unter dem Hashtag #RaminHoseinPanahi statt.